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Alux-Gelände: Werksgelände bald Baugebiet

VON RUTH WIEDNER - zuletzt aktualisiert: 02.09.2009 - 21:30

Alux-Gelände (NGZO). Die Industrie-Ruine auf dem Alux-Gelände war Bürgern, Politikern und nicht zuletzt der Verwaltungsspitze über Jahre hinweg ein Dorn im Auge. Jetzt erinnern nur noch Mengen von Schutt an den Schandfleck in Bahnhofsnähe.

Nur noch Schuttanhäufungen und Container erinnern an die trostlose Industrie-Ruine auf dem Alux-Gelände am Bahnhof: Auf der Freifläche sollen – verläuft alles nach Plan – über 30 Häuser errichtet werden.  Foto:  L.Berns
Nur noch Schuttanhäufungen und Container erinnern an die trostlose Industrie-Ruine auf dem Alux-Gelände am Bahnhof: Auf der Freifläche sollen – verläuft alles nach Plan – über 30 Häuser errichtet werden. Foto: L.Berns

Korschenbroich Das Werksgelände von Alux-Luxar beschäftigte in der Vergangenheit immer wieder Rat und Verwaltung. Seit fast zehn Jahren bot sich dem Bürger ein trostloses Bild in direkter Nähe des Korschenbroicher Bahnhofes. Das großzügige Areal sollte bereits vor sechs Jahren nach den Plänen des Korschenbroicher Architekten Hans Tiefes bebaut werden (die NGZ berichtete). Der Rahmenplan war bereits vom Stadtrat genehmigt, allerdings fanden die Alux-Eigentümer Dr. Hans-Peter Asbeck und Henning Schlüter keinen geeigneten Investor.

"Heute sind wir ein gewaltiges Stück weiter", bestätigte Schlüter auf Anfrage der NGZ. Die Verhandlungen mit der Deutschen Reihenhaus AG – mit Hauptsitz in Köln – laufen nach den Angaben des geschäftsführenden Gesellschafters "einfach bestens". Was aber bislang noch fehlt: "Die Unterschrift unter dem Kaufvertrag." Allerdings ist Schlüter äußerst optimistisch gestimmt. Er rechnet mit einem Vertragsabschluss in den kommenden acht Wochen.

Info

Alux-Luxar

Das Unternehmen Alux-Luxar wurde 1948 von der Familie Wildmeister gegründet, die über das Saarland nach Düsseldorf kam und die es Mitte der 70er Jahre nach Korschenbroich verschlagen hatte. Die Firma mit Sitz in Korschenbroich und Langenfeld beschäftigt 275 Mitarbeiter, davon 145 in Korschenbroich.

Wenn dann die gut 8100 Quadratmeter den Eigentümer wechseln, sind parallel dazu auch schon die Weichen für ein neues Baugebiet in Bahnhofsnähe gestellt. Für Henning Schlüter gehören beide Punkte zusammen: "Wir sind kein Bauunternehmer oder Investor. So, wie wir uns auf unser Kerngeschäft, auf Aluminium-Reflektoren zur Bürobeleuchtung und auf die Produktion von Bagger- und Schifffahrtsfenstern konzentrieren, will die Reihenhaus AG ihre Wohnanlagen errichten."

Bürgermeister Heinz Josef Dick, der mit großem Interesse die Bewegungen auf dem Werksgelände verfolgt, verspricht sich von der aktuellen Überplanung der bisherigen Industriebrache ein positives Ergebnis für die Stadt. Die Abbruchfläche mit Büros und überalterten Produktionsstätten reicht von der Umgehungsstraße bis hin zur privaten Bauruine am Bahnhof. Die neueren Produktionsstätten bleiben aber weiterhin bestehen: Von den insgesamt 275 Mitarbeitern sind 140 in Korschenbroich und der Rest in Langenfeld im Einsatz.

Das mittlerweile geänderte Bebauungskonzept wurde – die Deutsche Reihenhaus AG will auf dem Alux-Gelände 32 oder 33 Häuser errichten – bereits im Mai vom Planungsausschuss einstimmig befürwortet. Planungsdezernent Rudolf Graaff ist vom Konzept des potenziellen Bauträgers überzeugt. Und so ist der Planungsdezernent auch zuversichtlich, dass der erste Spatenstich schon Ende 2010 gesetzt werden kann. Für Graaff heißt es derzeit, auf den Vertragsabschluss warten. Wenn der Verkauf perfekt ist, will die Stadt in das Bebauungsplan-Verfahren einsteigen. Bis der Bebauungsplan dann rechtskräftig wird, dauert es noch rund ein Jahr.

Die Deutsche Reihenhaus AG verfolgt für künftige Häusle-Käufer ein attraktives und ökologisch kostengünstiges Konzept mit einem zentralen Blockheizkraftwerk. Die geplanten Eigenheime haben den Charakter von Eigentumswohnungen in Hausform mit zentral angelegten Grünflächen. Die Wohn- und Grundstücksflächen variieren zwischen 81 und 120 Quadratmetern Wohnfläche. Der Kaufpreis liegt bei 180 000 Euro.

Quelle: RP

 
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