Korschenbroich (NGZ). Uralte Eichenstämme, Feldbrandziegel und das typische Fachwerk - nach seinem Abriss ist der Klothenhof Vergangenheit. Das Torhaus ist jetzt im Krefelder Zoo wieder aufgebaut und aufwendig restauriert worden.
Korschenbroich/ Krefeld Für Schreinermeister Günter Thoren war es zwar nicht das erste Torhaus, das er in akribischer Kleinarbeit in seine Einzelteile zerlegte, restaurierte und schließlich an einem neuen Platz wiederaufbaute.
Schon kurz nach dem Fall der deutsch-deutschen Grenze hatte er in Brandenburg ein fast gänzlich abgebranntes Torhaus vor dem endgültigen Verlust bewahrt. „Dennoch“, räumt der Experte für historisches Baumaterial ein, „war es auch im letzten Fall ein Unterfangen von gehobenem Schwierigkeitsgrad.“
Nach eingehender Prüfung der vorhandenen Bausubstanz war der Abriss des seit geraumer Zeit leer stehenden Klothenhofes an der Kleinenbroicher Straße beschlossene Sache. „Von den drei wesentlichen Gebäudeelementen war lediglich das Torhaus aus dem späten 18. Jahrhundert zu retten. Das Wohnhaus war so stark verrottet, dass es nur noch abgerissen werden konnte und für die Scheune fand sich kein Abnehmer“, erinnert sich Thoren.
Rund zwei Wochen dauerte der kontrollierte Abbau des Torkomplexes, in dessen Rahmen etwa 200 originale Eichenbalken gesichert, nummeriert, restauriert und schließlich in den Zoo nach Krefeld gebracht wurden, wo bereits zwei historische Bauten aus dem mittlerweile verschwundenen Garzweiler ein neues Zuhause gefunden haben.
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Stifterpotenzial
Bei der Neuerrichtung des in Korschenbroich demontierten Torhauses aus dem 18. Jahrhundert konnte sich der Krefelder Zoo auf potente Sponsoren und Stifter verlassen. Für den Kauf, den Aufbau als auch die notwendigen Dachdeckerarbeiten brachten die Zoofreunde Krefeld rund 80 000 Euro auf. Für die Inneneinrichtung des zukünftigen Forscherhauses mit technischen Geräten und weiterem Equipment stellten sowohl das Düsseldorfer Traditionsunternehmen Henkel, der Industriekonzern Evonik als auch die Sparkasse Krefeld weitere Mittel in einer Gesamthöhe von rund 20 000 Euro zur Verfügung.
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