Korschenbroich (NGZ). Korschenbroich Gedanken machen sich die Politiker in Korschenbroich viele. Grund: das Konjunkturprogramm II der Bundesregierung. Wie viele Fördermittel gehen in welche Kommune, wofür darf das Geld ausgegeben werden und wie hoch liegt ein eventueller Eigenanteil? Die sechs Fraktionsvorsitzenden der im Korschenbroicher Stadtrat vertretenen Parteien haben schon - zum Teil - konkrete Vorstellungen.
l Ansgar Heveling (CDU) „Gerade weil Details des Konjunkturprogramms noch nicht in Gänze bekannt sind, sollte man bei allen Überlegungen große Sorgfalt walten lassen“, schickt Heveling allen Vorschlägen seiner Partei vorweg. Ideen gesammelt hätten die Christdemokraten aber dennoch: „Seit Jahren gibt es eine Prioritätenliste für die Straßensanierung.
Bei der besteht großer Nachholbedarf, so dass mit Fördermitteln einige Maßnahmen vorgezogen werden könnten“, erklärt Heveling. Zudem sollte Geld in die energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden gesteckt werden, um Folgekosten zu reduzieren, und in die barrierefreie Umgestaltung der Bahnhöfe.
Dem Vorschlag von Landrat Dieter Patt in Korschenbroich eine Multifunktionsarena zu bauen, steht Heveling eher kritisch gegenüber: „Der Gedanke ist ehrenwert - allerdings müssten die Details geklärt werden.“
l Paul Jahny (SPD) Auch die Sozialdemokraten haben bereits eine Liste erstellt, die sie im Fall von Fördermitteln gerne abarbeiten würden. „Wie jeder weiß: An den Bahnhöfen muss dringend etwas passieren. Zudem sollten die Prioritätenliste für die Straßensanierung von oben abgearbeit und öffentliche Gebäude und Spielplätze instand gesetzt werden“, so Jahny.
Außerdem stünde die Grundwasser-Problematik ganz oben auf der Agenda, während eine Multifunktionsarena nur in Frage käme, wenn die Folgekosten mit einkalkuliert seien. „Dann hätten wir nichts einzuwenden“, erklärt Jahny.
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