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Tischtennis: Abenteuer Zweite Liga beginnt

VON DAVID BEINEKE - zuletzt aktualisiert: 01.09.2010 - 13:13

Der Aufstieg der Damen der DJK Holzbüttgen in die 2. Tischtennis-Bundesliga war eine riesige Überraschung. Am Sonntag starten die Kaarsterinnen mit einem Heimspiel in die Saison. Einziges Ziel ist der Klassenverbleib.

Vielleicht bingen die neuen Armbänder Glück und helfen der DJK Holzbüttgen mit (v.l.) Susanne Schwickert, Nina Mittelham, Margit Freiberg-Nolten, Lisa Berg, Fang Yin Wei und Jing Tian-Zörner, in der 2. Bundesliga zu bleiben.   Foto:  DJK
Vielleicht bingen die neuen Armbänder Glück und helfen der DJK Holzbüttgen mit (v.l.) Susanne Schwickert, Nina Mittelham, Margit Freiberg-Nolten, Lisa Berg, Fang Yin Wei und Jing Tian-Zörner, in der 2. Bundesliga zu bleiben. Foto: DJK

Schief gehen kann kaum noch was für die Damen der DJK Holzbüttgen beim Abenteuer 2. Tischtennis-Bundesliga. Neuzugang Nina Mittelham brachte von ihrem Einsatz bei den Jugend-Europameisterschaften in der Türkei spezielle Glücksarmbänder mit, die für den Überraschungsaufsteiger ein gutes Omen für den angepeilten Klassenverbeib sein sollen. Nachdem sie ihren neuen Mannschaftskameradinnen die Schmuckstücke bei der Saisoneröffnungsfeier überreicht hatte, war die Stimmung jedenfalls schon mal prächtig.

Doch Spaß beiseite, im Lager der DJK herrscht große Einigkeit darüber, dass viel mehr nötig sein wird, als Modeschmuck von einem türkischen Basar, um in Deutschlands zweithöchster Spielklasse zu bestehen. "Es wird schwer, aber wir haben eine realistische Chance. Wir möchten langfristig in der 2. Bundesliga vertreten sein", sagt DJK-Abteilungsleiter Stefan Vollmert auch mit Blick auf die 1990er Jahre, als schon einmal eine Holzbüttgener Damenmannschaft im Bundesliga-Unterhaus spielte, sich aber schon nach nur einer Saison wieder verabschiedete. Neben der umfangreichen organisatorischen Vorarbeit hat die DJK durch ihre erfolgreiche Kaderplanung die Voraussetzungen für einen längeren Zweitliga-Aufenthalt geschaffen. In Gestalt der beiden Chinesinnen Jing-Tian Zörner und Fang Yin Wei wurden zwei Spielerinnen verpflichtet, die über viele Jahre Erst- und Zweitligaerfahrung verfügen. Die mittlerweile 47-jährige Zörner startete für Deutschland sogar bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Hinzu gesellt sich in Gestalt der erst 13-jährigen Nina Mittelham eines der größten Talente Deutschlands. Und gut fürs Training und den Mannschaftsgeist ist, dass das Trio in Willich wohnt. Zum Stamm der Mannschaft gehören noch Eigengewächs Lisa Berg und Ex-Nationalspielerin Margit Freiberg-Nolten, die schon den am Aufstieg beteiligt waren.

Info

Die Hinrunde

1. Spiel: 5. September, 14 Uhr, Hannover 96 (Heimspiel); 2. Spiel: 9. Oktober, 15 Uhr, MTV Tostedt (Auswärtsspiel); 3. Spiel: 10. Oktober, 11 Uhr, SG Marßel Bremen (A); 4. Spiel: 31. Oktober, 14 Uhr, TTV Hövelhof (H); 5. Spiel: 14. November, 14 Uhr, TTVG RW Kleve (A); 6. Spiel: 28. November, 14 Uhr, Kaltenkirchener TS (H); 7. Spiel: 5. Dezember, 14 Uhr, TuS Uentrop (A); 8. Spiel: 12. Dezember, 14 Uhr, SC Poppenbüttel (H); 9. Spiel: 19. Dezember, 14 Uhr, TuS Bad Driburg (A)

Wie sich diese Mannschaft als Neuling schlagen kann, das ist sehr schwer einzuschätzen. Denn die Mannschaftsaufstellungen der Konkurrenten lesen sich zwar vielfach beeindruckend, doch wer letztlich wie oft zum Einsatz kommt, steht aus unterschiedlichen Gründen in den Sternen. "Wir müssen einfach ein paar Spieltage abwarten", sagt die erfahrene Margit Freiberg-Nolten. Sie geht aber davon aus, dass gerade der erste Gegner am Sonntag vor eigenem Publikum ein guter Gradmesser ist. Denn Hannover 96 hat als Bundesliga-Absteiger einen Umbruch hinter sich. Von den im oberen Paarkreuz gemeldeten Koreanerinnen soll immer nur eine zum Einsatz kommen. "Egal, wie das Spiel ausgeht. Wir wollen uns voll reinhängen, damit die Zuschauer auch wiederkommen", betont Mannschaftsführerin Lisa Berg. Zufriedenheit würde schon herrschen, wenn um die 100 Menschen in die Halle am Bruchweg kämen. Es dürfen aber auch ein paar mehr werden. Deswegen haben Jugendspieler aus dem Rhein-Kreis samt eines Betreuers auch freien Eintritt.

Quelle: NGZ

 
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