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Lokalsport: Ailton kann kommen

VON DAVID BEINEKE - zuletzt aktualisiert: 18.03.2010 - 15:40

Wenn am Sonntag der KFC Uerdingen mit Stürmerstar Ailton ins Erftstadion kommt, ist das für den Fußball-Niederrheinligisten SC Kapellen das Spiel des Jahres. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren.

Auf der Anlage des SC Kapellen wird mächtig angepackt, um für das Spiel gegen Uerdingen alles herzurichten. Gestern halfen (v.l.) Jupp Breuer, Ludwig Pesch, Ludwig Becker, Alfred Wehnen und Hubert Schmitz.   Foto:  M. Reuter
Auf der Anlage des SC Kapellen wird mächtig angepackt, um für das Spiel gegen Uerdingen alles herzurichten. Gestern halfen (v.l.) Jupp Breuer, Ludwig Pesch, Ludwig Becker, Alfred Wehnen und Hubert Schmitz. Foto: M. Reuter

Kapellen Schon im vergangenen Jahr erinnerte das Erftstadion angesichts des Spiels in der Fußball-Niederrheinliga gegen den Ex-Bundesligisten KFC Uerdingen an einen Hochsicherheitstrakt. Doch wenn die Krefelder am Sonntag mal wieder zu Gast sind in Kapellen, wird das Thema Sicherheit noch größer geschrieben.

Denn seit dem KFC der Transfer-Coup mit dem ehemaligen Bundesliga-Torschützenkönig Ailton gelang, herrscht große Euphorie rund um die Grotenburg. Es ist also damit zu rechnen, dass sich noch mehr KFC-Fans auf den Weg nach Kapellen machen – darunter vermutlich auch einige, die im Ernstfall nicht gerade zimperlich sind.

Info

Zuschauerrekord

Der Zuschauerrekord im Erftstadion datiert aus dem August 2003, als Fortuna Düsseldorf im Niederrheinpokal beim SC Kapellen zu Gast war. Damals sahen über 2100 Zuschauer eine knappe 0:1-Niederlage des SCK gegen den damaligen Oberligisten.

"Wir haben zwar keine konkreten Hinweise auf Störer und Krawallmacher. Doch die Erfahrungen haben gezeigt, dass es bei Auswärtsspielen des KFC Uerdingen Probleme gab. Deswegen werden wir alles tun, um das zu unterbinden", sagt Bernd Schmutzler von der Pressestelle der Kreispolizeibehörde. Die Unterstützung der Polizei angefordert haben die beteiligten Vereine nach Rücksprache gemeinsam, weil die Uerdinger durchblicken ließen, dass es in der eigenen Anhängerschaft Fans gibt, die auf Randale aus sind. Wie gegengesteuert werden soll, da hüllt sich die Polizei im Vorfeld in Schweigen.

Allerdings weiß Kapellens Vorsitzender Jupp Breuer zu berichten, dass die Ordnungshüter mit einem stattlichen Aufgebot inklusive Mannschaftswagen und Hunden anrücken wollen. "Schon auf dem Weg vom Bahnhof zum Stadion sollen die KFC-Fans beobachtet werden", sagt Breuer, der mit der Polizei eine Stadionbegehung unternommen hat.

Dabei wurde auch festgelegt, dass das Spiel auf jeden Fall auf dem Naturrasen über die Bühne gehen muss, weil das Areal rund um das künstliche Geläuf für den erwarteten Zuschaueransturm zu klein und unübersichtlich ist. Am Mittwoch rückten extra städtische Arbeiter an, um den Rasen nach dem harten Winter auf Vordermann zu bringen.

Breuer rechnet im Extremfall mit bis zu 2000 Zuschauern – wenn das Wetter mitspielt und der Brasilianer Ailton am Mittwoch Abend im Uerdinger Nachholspiel gegen Wülfrath einen nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat. Um dem möglichen Ansturm Herr zu werden, werden die Erftstädter den eigenen Ordnungsdienst mächtig aufstocken. 40 Vereinsmitglieder werden am Sonntag im Einsatz sein, hinzu kommen sieben Ordner aus Krefeld.

"Besser gut vorbereitet sein, als sich hinterher Vorwürfe machen. Ob wir wirklich alles bedacht haben, kann ich aber auch nicht garantieren", meint Jupp Breuer. Hinzu kommen am Sonntag noch zwei zusätzliche Kassen. Allerdings ist auch so mit längeren Schlangen zu rechnen, weil jeder Zuschauer beim Eintritt ins Erftstadion auf Feuerwerkskörper und andere gefährliche Gegenstände abgetastet wird.

Die Sicherheit im Stadion ist ein Aspekt der Vorbereitungen, der Wohlfühlfaktor der Zuschauer ein anderer. Um die sanitären Anlagen im Klubhaus nicht zu überlasten, wird zusätzlich ein Toilettenwagen aufgestellt. Zusätzliche Grill- und Getränkestände sollen Hunger und Durst stillen, aber auch die Vereinskasse klingeln lassen. Daraus macht Jupp Breuer kein Geheimnis: "Ein Ereignis dieser Größenordnung ist selten. Das müssen wir auch nutzen, um das vielfältige Angebot in unserem Verein zu finanzieren."

Quelle: NGZ


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