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Lokalsport: Auf leisen Sohlen in die Abstiegszone

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 21:30

Nach der Hinrunde noch voller Euphorie, steht Handball-Zweitligist TV Korschenbroich vor ganz schweren Wochen. Nach zwei Niederlagen in Folge, angesichts des Ausfalls von Dennis Marquardt und mit Blick auf das kommende Programm droht der Sturz in die Abstiegszone.

Unverzichtbar am Kreis und auf Linksaußen: Marcel Görden.   Foto:  Tobias Käufer
Unverzichtbar am Kreis und auf Linksaußen: Marcel Görden. Foto: Tobias Käufer

Korschenbroich Eigentlich ist gar nicht viel passiert: Mit dem 28:30 gegen TV Bittenfeld hat Handball-Zweitligist TV Korschenbroich zwar die zweite Niederlage in Folge kassiert. Doch der Aufsteiger steht als bester der drei Neulinge immer noch auf Tabellenplatz sechs, darf sich mit 21:17 Punkten in Tuchfühlung zu den Klubs mit Erstliga-Ambitionen wähnen. Freilich: Das will in der "kuriosesten Liga der Welt" nichts heißen. Denn die Abstiegszone ist nicht weit, beginnt schon bei der HSG Frankfurt auf Rang neun. Und die hat nur zwei Zähler weniger auf dem Konto als der TVK, gab sich am Freitag aber die Blöße einer 31:36-Heimschlappe gegen das eigentlich schon abgeschlagene Schlusslicht Leichlinger TV. Den "Pirates" fehlen jetzt nur noch drei Punkte zum Nicht-Abstiegsplatz.

Info

Samstag in Saarlouis

Das nächste Punktspiel für den TV Korschenbroich ist das Aufsteigerduell am Samstag (19.30 Uhr) bei der HG Saarlouis, gegen die es im Hinspiel einen glücklichen 41:39-Sieg gab. Saarlouis hat in der Halle am Stadtgarten bislang 12:6 Punkte geholt.

Was das bedeutet, ist klar: Aufgeben wird sich keiner in der 2. Liga Süd. Bestes Beispiel: Tuspo Obernburg, nach der 30:35-Heimniederlage gegen Korschenbroich kurz vor Weihnachten schon wie ein sicherer Absteiger wirkend, punktete am Samstag beim heimstarken EHV Aue – und hat als 14. nur noch sechs Punkte Rückstand auf den TVK. Die sind alles andere als ein beruhigendes Polster, schaut man auf das Korschenbroicher Programm der kommenden Wochen: Am Samstag das Aufsteigerduell in Saarlouis (12. mit 17:21), danach die Heimspiele gegen Spitzenreiter TSG Friesenheim (29:9) und die nach dem Trainerwechsel wieder erstarkte SG Bietigheim (11. mit 17:21), die Hüttenberg mit 33:28 vom Tabellenthron stieß. Und danach geht's zur traditionell heimstarken Concordia nach Delitzsch, die schon das Hinspiel (26:24) gewann – da droht den Korschenbroichern bis Mitte März eine "Nullrunde".

Unverzichtbar als Herzstück der Abwehr: Jörn Ilper.   Foto:  Tobias Käufer
Unverzichtbar als Herzstück der Abwehr: Jörn Ilper. Foto: Tobias Käufer

Fast scheint es, als hätte sich der Neuling in der allgemeinen Euphorie über die Hinserie zu sehr mit der neuen Saison beschäftigt, in der es um die Qualifikation für die eingleisige Zweite Liga (20 Klubs) geht, statt seine Hausaufgaben für den Rest der Spielzeit zu machen. Dringendste: Einen Ersatz für den an der Schulter operierten, abwehrstarken Dennis Marquardt zu finden. Gesucht wurde zwar, doch der Markt ist leer – eine Erfahrung, die auch andere Klubs machen. Der entscheidende Fehler wurde im Sommer begangen, als der TVK mit (zu) kleinem Kader in die Saison startete. Nach Marquardts Ausfall gibt es nur noch fünf unumschränkt zweitliga-taugliche Feldspieler: Simon und David Breuer, Marcel Görden, Jörn Ilper. Mathias Deppisch, dazu in Christian Rommelfanger und Christoph Piske zwei Ergänzungsspieler. Der Rest füllt auf, wenn es gar nicht mehr anders geht. In nicht einmal einer Woche, am 15. Februar, endet die Wechselfrist. Sollte sich danach einer der "Unverzichtbaren" verletzen, droht aus dem Handballmärchen ein Alptraum zu werden.

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 Foto:  Tobias Käufer
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Quelle: NGZ

 
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