Wie im Vorjahr geht die SG Orken/Noithausen von der Pole Position ins Aufstiegsrennen der höchsten Kreisklasse. Doch gleich sechs andere Teams melden Ansprüche auf die zwei Tickets zur Bezirksliga an. Die beiden Absteiger könnten indes schon gefunden sein.
Es geht in Richtung Deja-vu: In der vergangenen Saison überwinterte die SG Orken/Noithausen mit einem Punkt Vorsprung und einem Nachholspiel in der Hinterhand an der Tabellenspitze der Fußball-Kreisliga A. Zwölf Monate später sind es vier Punkte Vorsprung und die Hoffnung, nicht noch einmal einzubrechen - im Vorjahr stürzte Orken noch bis auf Platz fünf ab. "Wir wollen es dieses Mal unbedingt schaffen", sagt Trainer Ralf Bedürftig. Eine ganze schar an Jäger hat dagegeen freilich etwas.
Im Kampf um die beiden Aufstiegsplätze mischen neben Orken stolze sechs weitere Teams mit - der Tabellensiebte DJK Gnadental hat sechs Punkte Rückstand auf Rang zwei und von allen Favoriten im Winter am meisten aufgerüstet: Vor allem Sebastian Otten und Markus Matros haben mindestens gehobenere "LigA"-Qualität. "Der Aufstieg ist kein Muss, aber ich kann den Jungs dieses Ziel nicht verbieten", sagt Trainer Hermann-Josef Otten. Zur Aufholjagd.bläst auch die bislang enttäuschende DJK Hoisten, bei der Trainer Björn Haas selbst wieder die Schuhe schnüren will.
Defensive ist beim FC Zons Trumpf: Nur zwölf Gegentreffer kassierte die Truppe von Trainer Torsten Knuth in 16 Spielen, dafür haperte es vorne: 31 erzielte Tore reichten zu Platz fünf noch hinter Aufsteiger Polizei SV II, der spätestens seit dem fulminanten 6:3 gegen die eigene Erstvertretung ein heißer Kandidat auf den Durchmarsch. Die erste Mannschaft, selbst ein Neuling, war lange das Überraschungs-Team der Liga, ehe die türkische Truppe im fiesen deutschen Spätherbst in die Krise rutschte. Nicht zu kompensieren war der Ausfall von Keeper Nezib Turak: ,Ohne die Nummer eins kassierte der PSV in den jüngsten drei Halbzeit neun Gegentreffer.
Aufstiegsplatz zwei hält derzeit der SSV Delrath – und dies durchaus verdient: Mit seinen schnellen Kreativakteuren spielte die Truppe von Coach Martin Cremer zumeist höchst ansehnlichen Angriffsfußball, auch wenn er gegen die direkten Kontrahenten Orken (1:2) zbd Hoisten (3:6) patzte. "Der Aufstieg ist kein Muss, aber ich kann den Jungs nicht verbieten, ihn als Ziel zu haben", sagt Cremer.
Überschaubarer ist der Kandidatenkreis für die beiden Abstiegsplätzet. Weg vom Fenster dürfte bereits der TSV Bayer Dormagen II, der nach einer schaurigen Halbserie gerade einmal drei Punkte auf dem Konto und wenig mehr als den unerschütterlichen Optimismus von Trainer Franco Milano zu bieten hat. An allen Ecken und Enden hapert es auch bei Bezirksliga-Absteiger SV Glehn, dessen acht Zähler ziemlich genau die bisher gezeigten Leistungen wiedergeben - immerhin ist das rettende Ufer noch erreichbar..
Spaßigere Zeiten haben auch schon der SC Grimlinghausen und sein Coach Joachim Fuchs erlebt. Mit den Neuzugängen Cem Akdemir und Marcel El-Hamzh soll nun zumindest der Super-Gau des bitteren Sturzes in die Kreisliga B verhindern. Ein schwieriges Jahr macht auch der TuS Grevenbroich II durch. Angesichts der Schwäche der Verfolger stehen de Chancen aber nicht schlecht, als "Einäugiger unter den Blinde" die Klasse zu halten.
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