Es bleibt spannend in der Tennis-Bundesliga. Denn nachdem am Freitag die drei heißesten Titelanwärter sieglos blieben, können drei Spieltage vor Saisonende noch fünf Mannschaften Deutschen Meister werden, darunter auch der TC Blau-Weiss Neuss.
Die Neusser verspielten zwar am Sonntag mit dem 3:3 beim Erfurter TC Rot-Weiß eine noch bessere Ausgangsposition, liegen aber mit 6:4 Punkten nun gleichauf mit Kurhaus Lambertz Aachen. Und der Titelverteidiger, der am Sonntag vor offiziell 4800 Zuschauern mit 2:4 beim Düsseldorfer Rochusclub verlor, stellt sich am Sonntag ab 11 Uhr an der Neusser Jahnstraße vor.
Nur 220 Zuschauer waren laut offiziellem Spielbericht am Sonntag zur RW-Anlage an der Martin-Anderson-Nexö-Straße gekommen, und das, obwohl die Erfurter am Freitag immerhin mit einem 3:3-Unentschieden aus Halle zurückgekommen waren. Gegenüber der Formation aus dieser Partie mussten die Gastgeber am Sonntag auf ihren Spitzenspieler Victor Hanescu verzichten. Prompt verlor Dominik Hrbaty das Spitzeneinzel gegen den blau-weissen Argentinier Maximo Gonzales, der nach seiner Verletzungspause immer besser in Form kommt, mit 3:6 und 2:6.
Für den zweiten Neusser Punkt in den Einzeln sorgte Tobias Kamke, der an Position zwei den Tschechen Ivo Minar mit 6:3, 7:5 bezwang. Am Ende einer anstrengenden Tenniswoche, die ihm am Hamburger Rothenbaum immerhin das Vordringen in die dritte Runde und den Aufstieg zum Publikumsliebling beschert hatte, musste sich Julian Reister hingegen mit 7:5, 1:6 und 8:10 dem Österreicher Marco Mirnegg geschlagen geben.
An Position vier hatten die Neusser erstmals den spanischen Neuzugang Abert Ramos-Vinolas aufgeboten, der bei seinem Bundesliga-Debüt dem Tschechen Bohdan Ulihrach mit 1:6, 5:7 unterlag. Damit mussten die Doppel die Entscheidung bringen: Neuss ging durch den Zwei-Satz-Sieg von Maximo Gonzalez und Albert Ramos-Vinolas (6:4, 7:5 über die Tschechen Jan Hernych/Bohdan Ulihrach) in Führung, doch nur Minuten später glich Erfurt aus: Die Tschechen Frantisek Cermak und Leos Friedl ließen der eingespielten Paarung Tobias Kamke und Julian Reister beim 6:2, 6:2 keine Chance.
Mit einem Sieg hätten sich die Neusser noch weiter an die Spitzenteams heranschieben können. Die besten Karten im Titelkampf dürfte nun GW Mannheim haben, das sich nach seinem 4:2-Erfolg von Freitag in Aachen gestern mit 5:1 beim 1. FC Nürnberg durchsetzte. Denn die Mannheimer (8:2 Punkte) haben am Sonntag Heimrecht gegen die punktgleichen Düsseldorfer. Der Sieger aus dem Duell Neuss gegen Aachen kann mit dem Verlierer dieser Partie gleichauf ziehen.
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