Während Gastgeber TC Blau-Weiss Neuss im Argentinier Maximo Gonzales und dem Niederländer Robin Haase seine Nummern drei und sechs der Meldeliste aufbietet, reist der TC Amberg am Schanzl zum morgigen Aufeinandertreffen der Altmeister nur mit einer Rumpftruppe an.
Der TC Blau-Weiss Neuss kann bereits am vierten Spieltag den Klassenerhalt in der Tennis-Bundesliga unter Dach und Fach bringen. Denn in die Auseinandersetzung mit dem noch sieglosen TC Amberg am Schanzl am Sonntag ab 11 Uhr an der heimischen Jahnstraße gehen die Neusser als eindeutiger Favorit.
Die ungleiche Rollenverteilung zwischen den beiden Altmeistern – Neuss ist zehn-, Amberg sechsfacher Deutscher Mannschaftsmeister – hat zwei Gründe: Zum einen die Aufstellung der Hausherren, die im Argentinier Maximo Gonzales (Nummer 66 der ATP-Weltrangliste) und dem Niederländer Robin Haase (ATP 104) zwei Spitzenspieler aufbieten – Gonzales, der am Sonntag sein Saisondebüt gibt, ist Nummer drei der Meldeliste, Haase, der an den ersten beiden Spieltagen mit Siegen über Victor Troicki (Halle, 7:6, 6:3) und Dieter Kindlmann (Nürnberg, 6:3, 6:3) glänzte, wird an Position sechs geführt.
Zum anderen die Tatsache, dass der TC Amberg wie vor Wochenfrist bei der 0:6-Niederlage im Düsseldorfer Rochusclub wohl nur eine Rumpftruppe an den Rhein schicken wird. Während sich Trainer Richard Vogel wie üblich mit Hinweisen zur Mannschaftsaufstellung zurückhält, scheint klar, dass keiner der Spitzenspieler – Kristof Vliegen, Jan Hajek, Lukas Rosol, Jiri Novak und Armin Sandbichler – am Sonntag dabei sein wird. Die Tschechen Michal Navratil (Nummer neun der Meldeliste) und Jan Masik (Nummer 15), die beide nicht (mehr) in der Weltrangliste geführt werden, gelten als gesetzt, der Rest rekrutiert sich aus Akteuren wie Robin Stork, Albert Wagner, Gaetan de Lovinfosse, Andreas Leipert, Sebastian Wagner und Michael Bogner, die jedoch auch zum Regionalliga-Team der Oberpfälzer gehören – und das hat am Wochenende zwei Punktspiele zu bestreiten. Dabei nimmt Amberg eine klare Niederlage in Kauf, weil es seine – teuren – Spitzenspieler für die drei aufeinanderfolgenden Heimspiele gegen die direkten Abstiegskonkurrenten aus Krefeld (23. Juli), Nürnberg (1. August) und Erfurt (8. August) "aufsparen" möchte – schließlich könnten da zwei Siege schon zum Klassenerhalt reichen.
Neuss kann den nach der Niederlage in Halle (2:4), dem Sieg über Nürnberg (5:1) und dem Unentschieden in Krefeld (3:3) schon am Sonntag so gut wie sicherstellen. Doch Team-Manager Marc Raffel will sich damit nicht begnügen: "Wir wollen versuchen, so lange es geht den Kontakt zur Spitze zu halten. Höhepunkt der Saison für uns sind sicherlich die Heimspiele gegen Aachen und Düsseldorf" (am 1. und 8. August),
Wer am Sonntag hinter Gonzales und Haase aufläuft, steht noch nicht genau fest. Gesetzt ist auf jeden Fall der Italiener Flavio Cipolla (ATP 268, Nummer 12 der Meldeliste), der in der fünften Saison für Blau-Weiss aufschlägt. Entweder sein Landsmann Paolo Lorenzi (ATP 90, Nummer 5) oder das blau-weisse Eigengewächs Max Hertl (Nummer 15) komplettieren das Team. Favorit sind die Blau-Weissen am Sonntag so oder so.
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