kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Lokalsport: Blaues Auge, kaputter Knöchel

VON CHRISTOPH LEUCHTENBERG - zuletzt aktualisiert: 06.01.2008 - 21:56

Die Siegerehrung in Gustorf hatte Symbolcharakter: Als Melanie Neukirchen, Spielführerin des SV Hemmerden, in Richtung Siegertrophäe humpelte, wurde noch einmal offenkundig, dass der Weg des Titelverteidigers zum erneuten Gewinn der Fußball-Kreishallenmeisterschaft ein recht beschwerlicher war.

Grevenbroich/Gustorf: Kreishallenmeisterschaften im Frauenfußball 2008. Siegerehrung mit Hermann-Josef Koch.  Foto: Hans Jazyk
Grevenbroich/Gustorf: Kreishallenmeisterschaften im Frauenfußball 2008. Siegerehrung mit Hermann-Josef Koch. Foto: Hans Jazyk

„Immerhin bleibt die Rangordnung im Kreis bestehen“, meinte Hemmerdens Trainer Fritz Gartner nach dem 4:2-Sieg im Siebenmeterschießen gegen den Verbandsliga-Konkurrenten SVG Weißenberg. Doch Neukirchens Verletzung hatte die Stimmung des Coaches mächtig getrübt.

Schon früh in der Vorrunde hatte sich die Abwehrspielerin des Titelverteidigers die Blessur zugezogen: Außenbandriss im Knöchel lautet die erste Diagnose. „Sechs bis acht Wochen Pause bedeutet das für Melanie - ein harter Schlag“, haderte Gartner, dessen Team augenscheinlich mit dem Hallenkick auf Kriegsfuß steht: „Jedes Mal müssen wir den Auftritt hier teuer bezahlen. Erst Vergangenes Jahr hat sich Steffi Delissen verletzt - vielleicht sollte man endlich auf Kunstrasen umstellen.“

Früher Paukenschlag: Bereits nach einer Minute brachte Steffi Delissen (rechts) den SV Hemmerden im Finale der Kreishallenmeisterschaft gegen Weißenberg mit 1:0 in Führung. Foto: Hans Jazyk

An der Leistung seiner Schützlinge hatte Gartner wenig auszusetzen, einzig die Chancenauswertung im Endspiel war ihm ein Dorn im Auge: „Da haben wir uns das Leben selber schwer gemacht“, ärgerte sich der Coach, nachdem sein Team im entscheidenden Match mit einem blauen Auge davon gekommen war.

Zwar gelang Delissen in der mäßig gefüllten Großsporthalle am Torfstecherweg schon nach einer Minute der Führungstreffer und hatte Hemmerden auch danach die besseren Chancen, entscheidend absetzen konnte sich der Favorit aber nicht. So blieb Weißenberg im Spiel - und Cecilie Lischkegelang 2,5 Sekunden vor der Schlusssirene der Ausgleich.

So sehen - einmal mehr - Siegerinnen aus: Wie im Vorjahr setzte sich der SV Hemmerden im Finale der Hallenkreismeisterschaft gegen die SVG Weißenberg durch. Foto: Hans Jazyk

„Da hatten wir das Glück, was uns später im Siebenmeterschießen gefehlt hatte“, sagte Weißenbergs Trainer Ulrich Stoffers.Dies und vor allem die Fäuste von Silvia Birbaum verhinderten den Coup des Herausforderers: Zwei Siebenmeter hielt die SVH-Keeperin - die einzigen beiden im Finale. Seiner Torfrau Kathrin Kratzke wollte Stofferskeinen Vorwurf machen: „Sie hat heute klasse gehalten, stand ja erst zum zweiten Mal bei uns im Tor.“

Auf ihrem Weg ins Finale wurden beide Kontrahenten nie ernsthaft gefährdet: Hemmerden (25:2 Tore) wie Weißenberg (28:0) schossen sich souverän durch die drei Vorrundenspiele, auch die Halbfinalgegner waren keine Prüfsteine. Der SVH wies den FC Straberg mit 5:1 in die Schranken, die Weißenbergerinnen bezwangen den SV Glehn 6:2. Dessen Trainer Bernd Schriddels hatte im Vorfeld des Turniers angekündigt, die Favoriten ärgern zu wollen - letztlich durfte er sich zumindest über Platz drei freuen.

„Man konnte deutlich sehen, dass sich die ersten Vier besonders technisch weiterentwickelt haben“, lobte Gartner. Dennoch herrschte eine klare Drei-Klassen-Gesellschaft: Die Teams aus Kaarst,Vorst, Büttgen und Zons, die das Achterfeld komplettierten, hatten sowohl gegen die Finalisten als auch gegen die Halbfinalisten keine Chance.

Immerhin: Sie waren am Start, andere nicht - der 1. FC Grevenbroich-Süd, der VdS Nievenheim und die Holzheimer SG hatten ihre Teilnahme abgesagt. „Unverständlich“, meinte nicht nur Ulrich Stoffers, „schließlich gibt es hier nicht viele Turniere, wo man sich präsentieren kann.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Grund zur Freude beim KSK Konkordia Neuss: Samet Dülger (oben) wurde vom Deutschen Ringer-Bund in den Top-Team-Kader Peking berufen.

Lokalsport

Perspektive Olympia

Als der Deutsche Ringer-Bund (DRB) jüngst seine aktuelle Kaderliste veröffentlichte, gab es im Lager des Bundesligisten KSK Konkordia Neuss nicht nur Grund zur Freude, auch nicht so positive Neuigkeiten waren dort enthalten. VON David Beineke  mehr

 
Mit seinen Paraden hat sich Vitali Feshchanka in die Herzen der Fans des TSV Bayer Dormagen gespielt. Doch am Donnetstag werden ihm die wenigsten die Daumen drücken, wenn er bei der EM versucht, Tore der deutschen Nationalmannschaft zu verhindern.

Lokalsport

Vitali gegen Deutschland

Vor fünf Wochen hätte sich diese Frage für Knut Kleinsorge gar nicht gestellt. So jedoch steckt der Pressesprecher des TSV Bayer Dormagen am Donnerstag Nachmittag vor dem heimischen Fernseher in einem Dilemma... VON Volker Koch  mehr

 
 
 
 
 
MEHR DHC RHEINLAND
TSV 1992/93: Jörg Scheuermann, Joachim Sproß, Michael Klemm, Maik Handschke, Norbert Nowak (o. v. l.), Manager Werner Nowak, Betreuer Herbert Genzer, Physio Dirk Stroda, Christian Fitzek, Robert Andersson, Michael Biegler, Hade Schmitz (m. v. l.), Karsten Kohlhaas, Matthias Schmidt, Holger Lidolt, Andreas Thiel, Christopher Klemme, Dieter Springel, Klaus Dyllong (v.l.)

DHC Rheinland

Das beste Team aller Zeiten

Noch eine Woche, dann endet mit dem Heimspiel gegen die SG Bietigheim die Geschichte des Dormagener Bundesliga-Handballs. In einer Serie erinnert die NGZ an herausragende Ereignisse aus dieser Zeit VON Volker Koch  mehr