kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Lokalsport: Den Abwehrbeton knacken

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 29.11.2007 - 21:30

Gegen Concordia Delitzsch will Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen die Erfolgsserie von fünf Siegen in Folge weiter ausbauen. Doch Trainer Kai Wandschneider macht sich auf ein hartes Stück Arbeit gegen die Sachsen gefasst.

Eine freundliche Umarmung sieht anders aus als das, was die Delitzscher Marco 
Bergelt (r.) und Hannes Lindt (inzwischen in Magdeburg) mit Christoph Schindler 
machen. Foto: NGZ
Eine freundliche Umarmung sieht anders aus als das, was die Delitzscher Marco Bergelt (r.) und Hannes Lindt (inzwischen in Magdeburg) mit Christoph Schindler machen. Foto: NGZ

Lieblingsgegner sehen anders aus: Am 20. Dezember vergangenen Jahres kassierte der TSV Bayer Dormagen bei Concordia Delitzsch eine empfindliche 28:31-Schlappe. Im Rückspiel, es war das letzte reguläre Heimspiel der vergangenen Saison, bekleckerten sich die Dormagener bei ihrem 27:24-Sieg über die Sachsen auch nicht gerade mit Ruhm. 

Am Samstag (18.30 Uhr) ist der 1. SV Concordia wieder zu Gast im TSV-Bayer-Sportcenter. Und da erwartet Kai Wandschneider nicht nur einen Sieg, sondern „möglichst einen überzeugenden, um das Feuer der Aufstiegseuphorie weiter am Brennen zu halten.“

Ein Sieg brächte die Dormagener in die komfortable Lage, zuzuschauen, wie sich die Verfolger gegenseitig die Punkte wegnehmen, schließlich stehen sich mit dem HSC Coburg und der HSG Düsseldorf am Samstag (16.30 Uhr) der Tabellenvierte und der Tabellendritte im direkten Duell gegenüber.

Ein Sieg wäre auch ein weiterer Schritt auf dem Weg zum ersten Nahziel: „Wir wollen einen neuen Hinrundenrekord aufstellen“, sagt Wandschneider. Die bisher beste erste Serie legten seine Schützlinge in der Spielzeit 2005/2006 aufs Parkett, als sie es (bei allerdings 19 Vereinen) auf 28:8 Punkte brachten.

Ein Jahr zuvor waren es 25:9 Zähler, vor Jahresfrist sogar nur 23:11. Jetzt stehen 23:3 Punkte auf dem Konto - zum Vergleich: Melsungen schloss die Hinrunde 04/05 mit 31:3, Balingen die 05/06 mit 31:5 und Tusem Essen die in der vergangenen Saison mit 30:4 Punkten ab - allen dreien gelang anschließend der direkte Aufstieg.

„Dafür brauchen wir aber eine mindestens einhundertprozentige Einstellung auch gegen Delitzsch“, macht Wandschneider klar, was er am Samstag Abend von seinen Schützlingen erwartet.

Das um so mehr, als die Gäste eine der besten Abwehrreihen der Zweiten Liga Süd stellen: Nur vier Klubs (Dormagen 332, Hüttenberg 351, Gensungen 352 und Obernburg 357) kassierten in den bisherigen 13 Saisonspielen weniger Gegentore als die 259 der Delitzscher.

 „Die haben eine sehr kompakte Abwehr, das sind alles richtige Brocken“, weiß Wandschneider über die Schützlinge seines Kollegen Uwe Jungandreas, mit dem ihn ein gutes Verhältnis verbindet.

Der muss allerdings mit dem Handikap leben, dass seine Nummer eins zwischen den Torpfosten, Mario Huhnstock, wegen eines Kahnbeinbruchs ausfällt. Entsprechend fielen die Ergebnisse aus, denn auf den 20:19-Sieg in Gensungen folgten drei sieglose Partien in Folge: die überraschende 25:32-Heimschlappe gegen Münster, ein 27:34 beim Bergischen HC und ein 26:26 gegen den EHV Aue.

Dass Delitzsch aber gerade den Spitzenteams gefährlich werden kann, zeigen zwei Ergebnisse: gegen Willstätt gab es nur eine 26:27-Niederlage, in Coburg sogar einen 28:26-Sieg.

„Wir sind gewarnt“, sagt Wandschneider mit Blick auf diese Ergebnisse. Ihm steht voraussichtlich bis auf die Langzeitverletzten Kjell Landsberg, Tim Henkel und Max Holst sein kompletter Kader zur Verfügung, wenngleich Ingo Meckes (krank) und Adrian Pfahl (Beschwerden an der Patellasehne) angeschlagen sind.

„Vielleicht kommen ja die häufiger zum Einsatz, die zuletzt nicht so viel gespielt haben“, orakelt Wandschneider. Er macht aber gleich klar: „Wenn ich sie dann bringen, müssen sie ihre Chance auch nutzen.“

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR

Lokalsport

Eine desolate Vorstellung

Es gibt Tage, da bleibt man besser im Bett. Für Joachim Kurth war der Sonntag ein solcher, denn den Torhüter des TSV Bayer Dormagen hinderte eine Margen-Darm-Infektion an der Reise zum Tuspo Obernburg. VON Volker Koch  mehr

 
Das Neusser Angriffsspiel auf den Punkt gebracht: Während Barbara Ritzenhoff bemüht ist, den Ball aus dem Rückraum über Kempens Britta und Ellen Köttelwesch hinweg aufs Tor zu bringen, schaut ihre gerade mal 17 Jahre alte Teamkollegin Eva Günther (v.l.) staunend zu. Eine Spielweise, die leicht zu durchschauen war - und darum keinen Erfolg hatte.

Lokalsport

So wird das nix mit dem Klassenerhalt

Die Handballerinnen des Neusser HV kriegen in der Regionalliga partout nicht die Kurve, stecken nach der frustrierenden 20:26-Heimniederlage (Halbzeit 12:11) gegen die VT Kempen weiter in bedrückender Abstiegsnot. VON Dirk Sitterle  mehr

 
 
 
 

Lokalsport

Klare Gegensätze

 
MEHR DHC RHEINLAND

DHC Rheinland

Das beste Team aller Zeiten

Noch eine Woche, dann endet mit dem Heimspiel gegen die SG Bietigheim die Geschichte des Dormagener Bundesliga-Handballs. In einer Serie erinnert die NGZ an herausragende Ereignisse aus dieser Zeit VON Volker Koch  mehr