Es war eine leichte Erkältung, eingefangen hoch zu Ross beim Neusser Schützenfest, die Thomas Kempen zu schaffen machte am Freitagabend. Ansonsten war der neue Geschäftsführer des DHC Rheinland bester Stimmung nach dem ersten Bundesliga-Auftritt des Dormagener Handball-Clubs. Das durfte er auch, denn sportlich wie organisatorisch ließ dieser Saisonauftakt kaum Wünsche offen.
Der Unterstützung der Fans hat der "Wechsel" vom TSV (Bayer) zum DHC Rheinland keinen Abbruch getan, auch wenn noch knapp 500 Karten (vornehmlich für die wegen der eingeschränkten Sichtmöglichkeiten wenig beliebten Stehplätze) zu haben gewesen wären. Das machten die, die da waren, mit Stimmung wett – da bedarf es inzwischen längst keiner Animation, um die Zuschauer auf Tourten zu bringen. Das erledigt die Mannschaft selbst, denn die scheint ihr herzerfrischendes, kampffreudiges Spielsystem ebenfalls über den "Vereinswechsel" hinüber gerettet zu haben – und das trotz neuer Gesichter. Doch die Nagelprobe, für Fans und Spieler, wird kommen: Dann, wenn Siege gegen direkte Konkurrenten Pflicht sind – und nicht wie am Freitag Niederlagen für gute Laune sorgen. Volker Koch
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