Aachen Rebecca Golasch aus Kaarst steht vor dem Höhepunkt ihrer Karriere als Springreiterin. Heute geht sie erstmals beim CHIO in der Aachener Soers an den Start und möchte sich möglichst für den Großen Preis der weltbesten Reiter qualifizieren. Die NGZ sprach mit der 31-Jährigen über die Erfüllung eines Kindheitstraums.
Frau Golasch, was heißt es für Sie, beim CHIO zu starten?
Rebecca Golasch Als ich als kleines Mädchen in Aachen auf der Tribüne gesessen habe, habe ich davon geträumt, dabei zu sein. Dass ich das jetzt geschafft habe, ist Wahnsinn. Höher sind bei Reitern nur noch Olympische Spiele anzusiedeln. Wer in Aachen einmal dabei war, von dem wird in der Szene noch in zehn Jahren gesprochen.
Voriges Jahr waren Sie schon als Ersatz nominiert. Was haben sie gemacht, um dieses Mal dabei zu sein?
Golasch Das Training habe ich nicht verändert. Ich denke, ich habe mich zusammen mit meinem Pferd Lassen Peak weiterentwickelt. Zudem habe ich mir hohe Ziele gesetzt, die ich erreicht habe. Dank meiner guten Leistungen bei internationalen Turnieren hat mich Bundestrainer Otto Becker für den CHIO nominiert. Ich gehöre jetzt zu den zwölf besten Springreitern in Deutschland, das ist ein tolles Gefühl.
Was sind ihre Ziele beim CHIO?
Golasch Heute und morgen im Preis von Europa viele Punkte sammeln, damit ich dann möglichst schon die Qualifikation für den Großen Preis der besten 40 Paare geschafft habe. Sollte das nicht klappen, gibt es aber noch eine Chance im Preis von Nordrhein-Westfalen.
Für eine junge Berufsreiterin wie Sie ist der erste CHIO aber doch sicher nur eine Zwischenstation.
Golasch Mittelfristig möchte ich den Sprung ins deutsche Championatsteam schaffen, aber das ist wegen der Belastungen mit nur zwei guten Pferden sehr schwer. Deswegen ist eine gute Leistung in Aachen sehr wichtig. Vielleicht kommt dann ein Besitzer auf mich zu und bietet mir an, sein Pferd zu reiten.
David Beineke führte das Gespräch.
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