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Lokalsport: Der Spitzenreiter ist wieder da

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 14.12.2007 - 23:10

Ein Einstand nach Maß des neuen Torhüters Vitali Feshchanka und eine zumindestens 40 Minuten rundum gelungene Vorstellung bescherten Handball-Zweitligist TSV Bayer Dormagen am Freitag Abend vor 2198 Zuschauern einen auch in dieser Höhe verdienten 32:19-Sieg (Halbzeit 16:11) über den THSV Eisenach. Mit diesem Erfolg meldete sich der Spitzenreiter nur fünf Tage nach der desolaten Vorstellung in Obernburg wieder im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg zurück.

Mittendrin statt nur dabei: Nach einer beeindruckenden Leistung feierte Dormagens neuer Torhüter Vitali Feshchanka am Freitag Abend mit seinen Mitspielern Nils Meyer (l.) und Szabolcs Laurencz den deutlichen Sieg gegen Eisenach.  Foto: NGZ
Mittendrin statt nur dabei: Nach einer beeindruckenden Leistung feierte Dormagens neuer Torhüter Vitali Feshchanka am Freitag Abend mit seinen Mitspielern Nils Meyer (l.) und Szabolcs Laurencz den deutlichen Sieg gegen Eisenach. Foto: NGZ

Den höchsten Heimsieg der laufenden Saison werden die Dormagener jedoch vielleicht teuer bezahlen müssen: Maciej Dmytruszynski schied zehn Minuten vor dem Ende mit einer stark blutenden Verletzung im Bereich der Nase aus - sollte das Nasenbein gebrochen sein, dürfte der Abwehrrecke in den restlichen drei Spielen dieses Jahres wohl nicht mehr zum Einsatz kommen. Und auch Kreisläufer Mate Jozsa zog sich nach einem dreiminütigen Kurzeinsatz, den er mit dem Treffer zum 31:19 krönte, humpelnd auf die Bank zurück - offensichtlich scheint die Wadenverletzung des Ungarn schlimmer als angenommen.

Da war die Partie freilich längst entschieden. Den ausgesprochen rustikal zur Sache gehenden Eisenachern, die 25 Minuten lang erbitterten Widerstand geleistet hatten, fiel im zweiten Durchgang überhaupt nichts mehr gegen die Dormagener ein. Zwischen der 26. und 39. Spielminute blieben die Thüringer Gäste gänzlich ohne Torerfolg - das nutzten die Hausherren, um vom 11:11-Zwischenstand auf 18:11 davonzuziehen. Das war vor allem ein Verdienst von Vitali Feshchanka.

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Keine Gnade

Von wegen „gnadenbringende Weihnachtszeit“: Für die Handballer in der
2. Liga Süd kennt der Spielplan in dieser Saison keine Gnade. Der TSV Bayer
Dormagen muss am 22. Dezember (20 Uhr) in Bietigheim-Metterzimmern, am 26. Dezember (17 Uhr) beim TV Hüttenberg und am 30. Dezember zu Hause (18 Uhr) gegen SG Wallau-Massenheim ’ran. Für den TV Korschenbroich lautet das Programm entsprechend, nur zeitversetzt: 21. Dezember (20 Uhr) zu Hause gegen HSG Gensungen/Felsberg, 26. Dezember (18 Uhr) gegen TSG Münster, 29. Dezember (18.15 Uhr) beim Bergischen HC.

Der 33 Jahre alte weißrussische Nationaltorhüter, am Mittwoch erst aus Aurich kommend am Höhenberg unter Vertrag genommen, wehrte in dieser Phase acht Eisenacher Würfe ab, darunter auch einen Siebenmeter von Till Riehn. Am Ende stand der neue Mann zwischen den Torpfosten mit 20 gehaltenen Bällen auf dem Spielberichtsbogen - ein Einstand nach Maß und eine Torhüterleistung, wie sie der TSV im Kampf um den Bundesliga-Aufstieg dringend gebrauchen konnte. Feshchanka hatte Joachim Kurth nach 13 Minuten im Kasten abgelöst - und obwohl der Weißrusse eher mit stoischer Ruhe als mit spektakulären Paraden glänzte, auch die Herzen der Dormagener Fans auf Anhieb erobert.

Vor (jugendlichen) Autogrammjägern konnte er sich nach dem Schlusspfiff jedenfalls kaum retten. Auf dem Feld setzten zwei Spieler, die am Sonntag noch auf der Ausfallliste gestanden hatten, die Akzente: Christoph Schindler avancierte mit acht Treffern zum erfolgreichsten Torschützen der Dormagener, wobei seiner Spielweise die offensiv ausgerichtete Deckung der Eisenacher entgegen kam. Sicher auch der Grund, weshalb ihn Trainer Kai Wandschneider nach 20 Minuten für Florian Wisotzki ins Rennen schickte. Überzeugend endlich auch wieder Alexander Koke, der gut Regie führte und bei seinen vier Strafwürfen Fehler blieb.

Von einigen Abspielfehlern abgesehen, setzte sich auch Szabolcs Laurencz gut in Szene, der nach einer Viertelstunde den bis dahin glücklosen Adrian Pfahl auf der rechten Rückraumposition abgelöst hatte. Pfahl meldete sich am Ende mit drei Tore von Rechtsaußen wieder zurück - so wie sich der TSV im Rennen um Meisterschaft und Aufstieg zurückmeldete. Wobei sicher härtere Prüfungen auf ihn warten, als die Eisenacher es am Freitag Abend waren. Doch souverän herausgespielt war der Sieg auch mit Blick auf eine chaotische Schiedsrichterleistung allemal.

Quelle: NGZ


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