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Lokalsport: Die beste Hockey-Mannschaft

VON DIRK SITTERLE - zuletzt aktualisiert: 22.02.2010 - 21:30

Aufgefallen Die weibliche Jugend B des HTC SW Neuss verteidigte ihren DM-Titel in der Halle nicht nur, weil sie mit Wiebke Auhagen eine überragende Spielerin in ihren Reihen hatte, sondern sie überzeugte auch als Team.

Das Meisterteam des HTC Schwarz-Weiß Neuss (h.v.l.): Co-Trainerin Carolin Bunge, Leonie Peerenboom, Eva Nacken, Carolin Dörsing, Maike Holland, Wiebke Auhagen, Kathi Lau, Katharina Kreiner, Trainer Markus Lonnes. (v.v.l.) Nina Prudic, Lisa Schwarz, Katja Plauk, Sarah Sprink, Sara Seibert, Theresa Kessler, Caroline Jakob.   Foto:  Thomas Nico Meuter
Das Meisterteam des HTC Schwarz-Weiß Neuss (h.v.l.): Co-Trainerin Carolin Bunge, Leonie Peerenboom, Eva Nacken, Carolin Dörsing, Maike Holland, Wiebke Auhagen, Kathi Lau, Katharina Kreiner, Trainer Markus Lonnes. (v.v.l.) Nina Prudic, Lisa Schwarz, Katja Plauk, Sarah Sprink, Sara Seibert, Theresa Kessler, Caroline Jakob. Foto: Thomas Nico Meuter

Neuss/Böblingen Oft kommt Teil II einer Erfolgsgeschichte eher fad daher. Nicht so bei den Hockey-Mädels des HTC SW Neuss: Der vor einem Jahr fast sensationell anmutende Sturm der weiblichen Jugend B zur Deutschen Meisterschaft in der Halle hatte unter dem hochemotionalen Motto "Lasst uns ein Wunder starten" gestanden, die Fortsetzung "Wunder 2.0 Reloaded" sorgte am Wochenende für kaum minder fesselnde Momente. Der Titelverteidiger war in Böblingen das Maß der Dinge, stellte, so Trainer Markus Lonnes mit breiter Brust, "die spieltechnisch stärkste Hallen-Mannschaft in dieser Altersklasse in Deutschland".

Im Gedächtnis haften bleiben jedoch stets die Augenblicke, in denen alles auf des Messers Schneide steht. So wie das maßgerecht mit 6:3 gewonnene letzte Vorrundenspiel gegen den Club an der Alster: Zehn Sekunden vor Schluss verhängten die Schiedsrichter eine Strafecke gegen Neuss und ließen die in der Folge auch noch frech (Lonnes) zwei Mal wiederholen. Diese vom Neusser Coach als "Regellücke" ausgemachte Entscheidung erwies sich für den HTC als Glücksfall. Schwarz-Weiß rettete den im Duell mit dem punktgleichen UHC Hamburg dringend benötigten Drei-Tore-Vorsprung über die Zeit und bekam damit, so Lonnes, "genau den emotionalen Flash, den wir gebraucht haben, danach waren wir richtig drin im Turnier".

Im Halbfinale (4:1) überraschte Lonnes seinen Rüsselsheimer Kollegen mit einer taktischen Variante: "Anstatt zu pressen haben wir auf Konter gespielt, und damit ist der Gegner gar nicht klargekommen".

Im Endspiel (6:3 nach Verlängerung) gegen den Münchner SC, in der Vorrunde noch 2:1-Sieger über Neuss, geriet der Titelverteidiger sogar mit 0:2 ins Hintertreffen, kam aber in beeindruckender Manier zurück. Vor allem in der Verlängerung zeigte sich, dass der HTC über den qualitativ mit Abstand tiefsten Kader aller Mannschaften verfügte. Lonnes stritt gar nicht ab, dass Schwarz-Weiß mit der im Finale vier Mal erfolgreichen Wiebke Auhagen auch die beste Spielerin des Turniers in seinen Reihen hatte ("Leute wie sie bringen in engen Spielen das Extrakörnchen."), wollte aber festgehalten wissen, "dass wir hier eine unfassbar starke Mannschaft aufs Feld geschickt haben". Bundestrainer Valentin Altenburg sah in Neuss sogar einen "am Ende fast logischen Sieger". Von welcher Güteklasse dennoch die Konkurrenz gewesen sei, machte Lonnes am Abschneiden des amtierenden Feld-Meisters Mannheimer HC fest: "Der ist schon in der Vorrunde gescheitert."

Die Meister-Truppe, in der für Lonnes "acht, neun Leute das Potential für die Bundesliga besitzen", rückt nun komplett auf in die A-Jugend – auch die ein Jahre jüngeren Carolin Dörsing und Sara Seibert. Teil III ist also schon in Arbeit …

Quelle: NGZ

 
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