Vier Spiele innerhalb von acht Tagen, dann drei Wochen Pause, danach wieder vier Spiele innerhalb von neun Tagen, dann wieder drei Wochen Pause und wieder zwei Spiele innerhalb von 36 Stunden - um welche Sportart handelt es sich? Keine allzu schwierige Frage, denn solche Spielpläne gibt es nur im (Hallen-)Hockey. Möglich (oder nötig) macht es die Champions Trophy, die die Nationalmannschaft vom 29. November bis 9. Dezember in Malaysia bestreitet.
Den Auftakt der solcherart zerrissenen Spielzeit in der Bundesliga-West bildet der „Superspieltag“ am Samstag im Burg-Wächter-Castello in Düsseldorf-Reisholz, auf dem die sechs rheinischen Bundesligisten drei Spiele in Folge bestreiten. Wie schon gewohnt, muss der HTC Schwarz-Weiß Neuss, der um 14 Uhr auf Uhlenhorst Mülheim trifft, dabei den „Anheizer“ spielen. „Irgendwer muss ja als Erster ’ran“, nimmt HTC-Trainer Carsten Fischbach den Spielplan wenig tragisch, wenn gleich auch er weiß: „So ein Auftaktspiel ist immer eine schwierige Sache.“
Vor allem dann, wenn man mit einer mehr oder weniger neuformierten Mannschaft aufläuft: Thomas Draguhn, Marc Brüse, Uli Klaus, Christoph Garbotz und Philipp Blasberg legen aus unterschiedlichen Gründen eine Hallenpause ein, Robin Joseph zog sich beim Vorbereitungsturnier in Stuttgart, das die Schwarz-Weißen als Sieger beendeten, einen Muskelfaserriss zu.
Dafür steht der lange Zeit wegen einer Knieverletzung pausierende Jannik Otto wieder zur Verfügung. „Allein dadurch erhoffe ich mir einen Aufschwung“, sagt Fischbach, „ihn haben wir in der vergangenen Hallensaison doch schmerzlich vermisst.“
Der Trainer freut sich auf die Herausforderung mit der jungen Truppe, für die vorrangig der Klassenerhalt zählt: „Platz fünf ist unser Minimalziel“, sagt Fischbach. Um den zu erreichen, muss sich der HTC neben dem Auftaktgegner aus Mülheim am Samstag noch mit Aufsteiger Düsseldorfer SC 99, dem Düsseldorfer HC, dem Crefelder HTC und dem Gladbacher HTC auseinandersetzen.
Der Dauer-Rivale, von den Neussern am letzten Spieltag der Feldsaison mit einem 4:3-Sieg mehr oder weniger sicher Richtung Abstiegsrunde befördert, stellt sich am Sonntag um 18 Uhr als erster Gast in der Stadionhalle vor.
Auch die Gladbacher befinden sich im Umbruch, müssen ähnlich wie Neuss auf eine Reihe erfahrener Akteure verzichten: „Aber mit Jan-Marco Montag oder den Menke-Brüdern verfügen sie immer noch über genügend gute Leute“, warnt Fischbach davor, die Gäste auf die leichte Schulter zu nehmen. Das um so mehr, als der Trainer als Ziel aus dem ersten Doppelwochenende sechs Punkte ausgegeben hat: „Das ist nicht einfach, aber möglich.“
Am Freitag in der NGZ:
Interview Carsten Fischbach
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