Unter seinem neuen Trainer Markus Anfang ist der SC Kapellen mit einem Sieg in die Fußball-Niederrheinliga gestartet. Gestern gab es für die Erftstädter einen 2:1-Erfolg auf dem Kunstrasen des 1. FC Wülfrath.
Nach dem Schlusspfiff konnte selbst der heftige Dauerregen Markus Anfang nicht davon abhalten, dynamischen Schrittes auf den Kunstrasenplatz des Stadions am Erbacher Berg zu marschieren. Für den neuen Trainer des Fußball-Niederrheinligisten SC Kapellen galt es, mit seinen Schützlingen den 2:1-Erfolg (0:0) zum Saisonauftakt beim 1. FC Wülfrath zu feiern. Zur Belohnung gab es nicht nur das fast schon obligatorische Abklatschen, sondern auch für jeden Spieler auch eine herzliche Umarmung.
Immerhin war den Erftstädtern gleich im ersten Spiel der neuen Spielzeit gelungen, worauf sie in der vergangenen Saison vergeblich gewartet hatten: ein Auswärtssieg. "Zum Auftakt war das alles in allen in Ordnung", meinte denn auch Anfang, der allerdings nicht alles durch die rosarote Brille sehen wollte, er hatte auch Verbesserungswürdiges entdeckt. Seine Hauptkritikpunkte: "Wir haben uns zu wenig Chancen erarbeitet und nach der Führung die Konter nicht gut genug ausgespielt."
Letzter Auswärtssieg
Der vor gestern letzte Auswärtssieg für den SC Kapellen in der Fußball-Niederrheinliga datiert aus der Saison 2008/09. Damals setzten sich die Erftstädter am vorletzten Spieltag (1. Juni 2009) beim SV Straelen mit 4:0 durch. Unter dem Stich landeten die Erftstädter mit 46 Punkten auf dem neunten Tabellenplatz.
Personell erlebten die mit nach Wülfrath gereisten SCK-Fans keine Überraschungen. Einziges neues Gesicht in der Anfangsformation war der aus Uedesheim gekommene Arthur Graf auf der rechten Seite der Viererkette. Schon länger klar war, dass Sturm-Hoffnungsträger Lars Schuchardt verletzungsbedingt zuschauen musste. Mathias Labusga und Eduard Ungefug zogen sich in der letzten Woche der Vorbereitung noch Blessuren zu, die einen Einsatz unmöglich machten. Markus Anfang verordnete der Startformation seines Vertrauens eine defensive Ausrichtung. Patrick Becker und Benjamin Schütz gaben die Doppelsechs, Sven Raddatz agierte im zentralen Mittelfeld hinter der einzigen Spitze Mo Salou. Beide Mannschaften brauchten auf dem wegen der Nässe schwer zu bespielenden Kunstrasen lange, bis sie ihren Rhythmus gefunden hatten. Immerhin stimmte bei den Gästen die Ordnung und nach rund 20 Minuten hatten sie mehr vom Spiel. Es fehlte allerdings der Zug zum Tor. Die letzten zehn Minuten von Hälfte eins verlor der SCK allerdings den Faden und ermöglichte Wülfrath mehr Spielanteile. Wer weiß, wie die Partie gelaufen wäre, wenn der feine Abschluss von Daniel Stolzenberg in der 43. Minute nicht an die Latte geklatscht wäre.
Direkt nach der Pause zeigten die Gäste, wo gestern der Unterschied lag. Sie nutzten ihre Chancen eiskalt. Zunächst verwertete Mo Salou einen Aussetzer der Wülfrather Defensive zur Führung (47.), wenig später vollendete Robert Niestroj eine Vorarbeit von Seven Raddatz (54.). Danach ließen die Erftstädter nicht mehr viel anbrennen, der Anschlusstreffer der Hausherren durch Yannick Melis kam zu spät.
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