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Lokalsport: Ein Schritt Richtung Olympia

VON HENDRIKE SPAAR - zuletzt aktualisiert: 01.12.2008 - 21:31

Der AC Ückerath ist seit jeher ein Vorreiter in Sachen Frauenringen. Bereits 1982 nahm der Verein - als erster in Deutschland überhaupt - das Ringen für Frauen in sein Programm auf. Seitdem hat nicht nur das Ringen für das „schwache“ Geschlecht eine rasante Entwicklung genommen, sondern auch der Verein im Norden von Dormagen.

Hatte alles fest im Griff: Nina Hemmer (oben) vom AC Ückerath verteidigte mit dem Team aus NRW den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters.  Foto: Hans Jazyk
Hatte alles fest im Griff: Nina Hemmer (oben) vom AC Ückerath verteidigte mit dem Team aus NRW den Titel des Deutschen Mannschaftsmeisters. Foto: Hans Jazyk

Was einst als Arbeitsgemeinschaft „Ringen und Raufen“ unter der Leitung vom damaligen Hausmeister Heinz Schmitz an der Bertha-von-Suttner Gesamtschule begonnen hat, ist aus der Sportszene des Rhein-Kreises Neuss mittlerweile nicht mehr wegzudenken. So wurde die Trainigsstätte in Ückerath 1996 zum Landesleistungsstützpunkt ernannt, der in der Folgezeit in Stephanie Groß eine Olympiateilnehmerin hervorbrachte.

Aus Sicht der Verantwortlichen in Ückerath und denen beim Deutschen Ringerbund ist das aber noch nicht das Ende der Fahnenstange. Denn wenn alles gut läuft, darf sich Stützpunkttrainer Heinz Schmitz in den nächsten Wochen über ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk freuen.

Neben Thüringen und Brandenburg soll Ückerath nun zum Bundesleistungsstützpunkt ausgebaut werden. „Wir haben seit Jahren bewiesen, dass wir in Deutschland die Nummer eins sind“, zeigt sich Schmitz selbstsicher, „da ist dieser nächste Schritt nur die logische Konsequenz.“

Ziele haben die Ückerather viele: „Unser Blick geht schon jetzt in Richtung Olympia 2016. Viele unserer jungen Ringerinnen hätten dann genau das richtige Alter, um sich auf internationaler Ebene zu beweisen“, wagt Schmitz einen Blick in die Zukunft. Dass das ein langer und beschwerlicher Weg ist, das weiß der Trainer allerdings auch: „Es werden sich nicht alle im Frauenbereich durchsetzen können, aber das Potenzial ist auf jeden Fall gegeben.“

Da passt es natürlich gut ins Konzept, dass auch das Sportinternat in Knechtsteden seine Pforten für die Ringerinnen geöffnet hat. Mit Kimberly Gries ist ein hoffnungsvolles Talent bereits eingezogen und kommenden Sommer soll ein weiteres folgen. „Da laufen jetzt die notwendigen Gespräche“, so Schmitz.

Quelle: NGZ


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