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Radsport: Es gibt wieder eine Tour de Neuss

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 09.02.2012

Radsport (NGZ). Weder die Dopingsperre für Alberto Contador noch die Finanzkrise haben Stephan Hilgers um seinen Optimismus gebracht:

Die Milram-Trikots, hier getragen von Thomas Fothen (links) und Fabian Wegmann, gibt es höchstens noch auf dem Trödelmarkt. Die "Tour de Neuss", sagt jedenfalls Stephan Hilgers (Mitte), der Vorsitzende des Neusser Radfahrervereins, soll es auch weiterhin geben – in diesem Jahr am 25. Juli.  Foto:  A. Woitschützke
Die Milram-Trikots, hier getragen von Thomas Fothen (links) und Fabian Wegmann, gibt es höchstens noch auf dem Trödelmarkt. Die "Tour de Neuss", sagt jedenfalls Stephan Hilgers (Mitte), der Vorsitzende des Neusser Radfahrervereins, soll es auch weiterhin geben – in diesem Jahr am 25. Juli. Foto: A. Woitschützke

Der Vorsitzende des Neusser Radfahrervereins ist fest entschlossen, am 25. Juli auch die elfte Auflage des Radrennens "Tour de Neuss" über die Bühne zu bringen

Stephan Hilgers ist eine Kämpfernatur: Wer angesichts deraugenblicklich herrschenden Temperaturen täglich Tausende von Euro aufwenden muss, um seine Pflanzen heil durch den Winter zu bringen, den können weder die Doping-Sperre von Tour-de-France-Sieger Alberto Contador noch die allgemeine wirtschaftliche Lage schrecken.

Deshalb ist der Vorsitzende des Neusser Radfahrervereins (NRV), im richtigen Leben Inhaber eines Gartenbaubetriebes mit mehreren Pflanzencentern, fest entschlossen, auch in diesem Jahr wieder eine "Tour de Neuss" zu organisieren. "Im Moment gibt es keinen Grund, das nicht zu tun", sagt Hilgers. Seine "Mannschaft" an der Spitze des gerade mal fünfzig Mitglieder starken NRV, der trotzdem seit einem Jahrzehnt die publikumsträchtigste Sportveranstaltung im Rhein-Kreis ausrichtet, hat er am Montagabend auf dieses Vorhaben eingestimmt.

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99. Tour de France

Start Am 30. Juni in Lüttich mit dem Prolog, dort auch Start der 2. Etappe nach Seraing

Ankunft Ende der 20 Etappen am 22. Juli auf den Champs Elyséés in Paris

"Die Sponsoren stehen zu uns", ist der 55-Jährige überzeugt. Und das nicht nur, "weil wir in Neuss immer sauberen Sport geboten haben", sagt Hilgers. Sondern auch, weil er auf ein breitgestreutes Netz von mehreren Dutzend mittleren und kleinen Sponsoren und Unterstützern baut. "Das macht zwar wesentlich mehr Arbeit, aber wir sind nicht wie andere Veranstalter abhängig von einem oder zwei Großsponsoren", zeigt der NRV-Vorsitzende – "uns helfen auch Spenden von 200 Euro weiter" – die Vor- und Nachteile "seines" von seinem verstorbenen Vorgänger Friedhelm Hamacher übernommenen Sponsoringsystems auf.

Wobei die Vorteile überwiegen. Schließlich ist die "Tour de Neuss" zusammen mit der "Citynacht von Rhede" einziger Überlebender der vor einem Jahrzehnt wie Pilze aus dem Boden geschossenen, inzwischen aber ebenso schnell wieder eingegangenen Rundstreckenrennen in unmittelbarer zeitlicher Nachbarschaft zur "Tour de France" hierzulande.

Der Blick in den Kalender bereitet ihm denn auch mehr Sorgen als der auf den im höheren fünfstelligen Bereich angesiedelten Veranstaltungsetat. Denn am 22. Juli endet die Tour de France auf den Champs Elyséés, nur fünf Tage später wird in London das olympische Feuer entzündet. Am 25. Juli liegt die "Tour de Neuss" genau zwischen diesen Ereignissen. "Wir veranstalten immer am Mittwoch nach der Tour-Ankunft, und diesem Termin bleiben wir trotz Olympia treu", stellt der NRV-Chef klar. Die Straßenrennen in London stehen am 28. Juli und 1. August (Zeitfahren) auf dem Plan. "Unser sportlicher Leiter Andreas Kappes wird trotzdem wieder ein attraktives Starterfeld nach Neuss holen", ist Stephan Hilgers überzeugt. Er ist halt eine Kämpfernatur.

Quelle: NGZ


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