Die Elephants Grevenbroich wollen vorlegen. Weil sie das Duell um die Macht an der Erft mit den Bergheim Bandits vom 5. Januar auf Mittwoch Abend (19 Uhr, Sporthalle an der Gutenbergstraße) vorgezogen haben, könnten sie mit einem Auswärtssieg sogar nach Pluspunkten mit dem von Schwelm (unterlag am Wochenende mit 76:95 bei der BG Hagen) und Dortmund gebildeten Spitzenduo der Basketball-Regionalliga West gleichziehen.
Ein Selbstläufer aber wird für die Elephants, die nur eines ihrer letzten zehn Spiele verloren haben (82:84 bei der BG Hagen), das Match in Bergheim sicher nicht. Denn die aktuelle Mannschaft der Bandits hat nur noch recht wenig zu tun mit dem Team, das im Hinspiel beim 80:103 in Gustorf chancenlos war: Mit Ivan Cubela, Kendall Webb und Cüneyt Üngör stehen drei Akteure der Startformation nicht mehr im Kader.
Übrig geblieben aus der ersten Fünf von damals ist lediglich der Amerikaner Mario Brown. Ihm zur Seite stehen nun Chris Rodgers und Wesley Edwards, der gerade erst den nach Landsberg gewechselten Alejandro „Ali“ Thomas ersetzt hat.
Wichtigster Neuzugang aber ist Derrick Freeman. Der bereits 38 Jahre alte Deutsch-Amerikaner soll die Bandits als Spielertrainer zum Klassenerhalt führen. Der bundesligaerfahrene Haudegen, den Elephants von seinen Engagements in Wolfenbüttel, Krefeld und Düsseldorf bestens bekannt, ist in Bergheim nach Michael Pawelczak und Zarko Blasevic bereits der dritte Coach in dieser Saison. Wechselspiele, die sich offenbar positiv auf die Mannschaft ausgewirkt haben, gewann der Tabellendrittletzte doch zuletzt vier von sechs Spielen - dabei auch überraschend in Salzkotten (104:92).
Geradezu entspannt stellt sich die Situation dagegen in der Schloss-Stadt dar. Ihre Truppe, in der Rückrunde noch ungeschlagen, wird auf der Homepage der Bandits zu Recht als die „zurzeit spielstärkste Mannschaft in der Ersten Regionalliga“ bezeichnet.
Nach den Heimsiegen über die Schwelmer Baskets (104:93) und Dortmund (91:84) könnte plötzlich sogar wieder der Aufstieg zum Thema werden. Eine Aussicht, die im Lager der Elephants indes keineswegs betriebsame Hektik auslöst.Während Trainer Heimo Förster mit stoischer Gelassenheit weiter an seiner vagen Zielsetzung „oben mitspielen“ festhält, machte Vorsitzender Dr. Friedrich W. Korsten unabhängig von der aktuellen Situation schon vor Wochen klar: „Wenn die Mannschaft auf sportlichem Wege den Aufstieg in die nächsthöhere Liga schafft, ist es die Aufgabe des Vorstandes, dafür zu sorgen, dass sie da auch spielen kann. Und wenn die Existenz des Vereins davon nicht bedroht wird, werden wir das auch tun, egal wie diese Liga heißt.“
Noch aber sind die Elephants auf Patzer der Konkurrenz angewiesen - und müssen derweil selber ihre Hausaufgaben erledigen. Zum Beispiel am Mittwoch Abend in Bergheim …
Am Mittwoch in der NGZ
Porträt Brian Graves
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