Leichtathletik (NGZ). Nach der lockeren Auftaktveranstaltung zur NGZ-Aktion "City-Runner 2012" wissen die Teilnehmer inzwischen, was auf sie zukommt. Nach einem Laktattest wurden Trainingspläne erstellt. Es herrscht gespannte Vorfreude.
Birgit Jennert dürfte in ihrem Beruf als Pharmazeutisch-technische Assistentin einige der wenigen Teilnehmer der NGZ-Aktion "City-Runner 2012" sein, die ganz konkret etwas mit dem Begriff Laktat anfangen können. Die anderen dürften das Abfallprodukt des Energiestoffwechsels unseres Körper bislang allenfalls wahrgenommen haben, wenn sie mal etwas über Trainingsmethoden von Profisportlern gehört oder gelesen haben. Das hat sich am Wochenende komplett geändert. Denn auf ihrem Weg zu einer besseren Fünf-Kilometer-Zeit beim Korschenbroicher City-Lauf am 22. April absolvierten sie eine Leistungsdiagnostik in Form eines Laktatstufentests.
Die nächsten Termine
Trainingspläne Am Freitag treffen sich die City-Runner um 16 Uhr im Leichtathletik-Trakt der Sportanlage am Dormagener Höhenberg zur Besprechung der Trainingspläne.
Lauftechnik Anschließend bittet Trainerin Petra Maak zu einer speziellen Einheit. Trainiert werden Lauftechnik, Körperwahrnehmung und die Fitness.
"Das war zwar anstrengend, aber auch spannend", meinte die Dormagenerin Birgit Jennert zu der Veranstaltung im Sportzentrum Kaarst. Rüdiger Hübbers-Lüking, Experte für Trainingssteuerung bei der medicoreha, und sein Team ließen die City-Runner mit steigender Geschwindigkeit Runden laufen, um ihnen dann nach jeder Belastungsstufe Blut aus dem Ohrläppchen abzuzapfen.
Die darin später ermittelte Konzentration von Laktat, auch Milchsäure genannt, lässt dann in Verbindung mit der ebenfalls gemessenen Herzfrequenz und der Geschwindigkeit Rückschlüsse auf den Trainingszustand zu. Daraus lässt sich wiederum die optimale Dosierung für ein individuelles Training ableiten. In Kaarst stießen die Hobby-Läufer bei der letzten Belastungsstufe an ihre Grenzen. "Es hat trotzdem richtig Spaß gemacht. Auch weil das Gruppengefühl stimmt und wir uns gegenseitig angefeuert haben", erklärte Jennert.
Schon gestern setzte sich das Trainerduo Petra Maak und Jochen Adomeit mit Hübbers-Lüking zusammen, um die bis Mitte März gültigen Trainingspläne auszuarbeiten – dann steht die zweite Leistungsdiagnostik an, um die Trainingsfortschritte zu überprüfen. "Die Ergebnisse des Laktattests haben gezeigt, dass die aktuellen City-Runner insgesamt nicht so gute Voraussetzungen mitbringen wie zum Beispiel die Gruppe aus dem Vorjahr", erklärt Maak, die das aber gar nicht negativ sieht: "Das ist für uns Trainer eine zusätzliche Herausforderung. Wir müssen das Training richtig dosieren, um die Teilnehmer nicht zu überfordern."
Das könnte nämlich leicht passieren, denn wenn die City-Runner ihre Pläne erhalten, werden sie mit drei bis vier Laufeinheiten pro Woche konfrontiert. Dabei haben viele bislang nur einmal pro Woche die Schuhe geschnürt. Birgit Jennert blickt dem Freitag mit Freude, aber auch Respekt entgegen: "Schließlich muss ich Beruf, drei Kinder und das Training unter einen Hut bringen. Aber ich habe mir fest vorgenommen, das zu schaffen."
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