Mit Blick auf das Teilnehmerfeld der 20. Auflage der Fußball-Kreishallenmeisterschaft überkommt Franz-Josef Schiffer schon eine vorweihnachtliche Stimmung der Zufriedenheit.
Denn im Gegensatz zu den vergangenen Jahren, wo es gleich mehrere Vereine gab, die aus dem Verbund des Kreises 5 ausscherten und keine Lust auf den Budenzauber zum Jahresbeginn hatten, sind jetzt fast alle in den Schoß der großen Fußballer-Familie zurückgekehrt.
„Das ist schön und spricht dafür, dass das Turnier nach wie vor eine große Akzeptanz hat“, erklärt der Kreisfußballobmann. Insgesamt 48 Mannschaften, darunter auch die neu gegründeten SC Reinfeld, KTD Dormagen und FFS Grevenbroich, spielen am 13. Januar in acht Vorrunden um die Qualifikation für das Finalturnier am 20. Januar in der Gustorfer Großsporthalle.
Der einzige Verein, der nicht mitmacht, ist ausgerechnet die erste Adresse im Kreisfußball - der SC Kapellen. Dessen Vorsitzender Jupp Breuer lehnt es seit vielen Jahren kategorisch ab, eine Mannschaft ins Rennen zu schicken. Der Grund: Vor etlichen Jahren machten die Erftstädter schon mal schlechte Erfahrungen mit Verletzungen während der Kreishallenmeisterschaft. „Es ist verdammt schade, dass Kapellen nicht dabei ist. Zumal ich gehört habe, dass es einige SCK-Spieler gibt, die gerne dabei wären“, sagt Schiffer.
Aber er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, dass es sich die Erftstädter künftig vielleicht doch noch mal anders überlegen könnten. Was ihm Mut macht, ist der Umstand, dass es Überlegungen beim Deutschen Fußball-Bund gibt, irgendwann nur noch Turniere zu genehmigen, die nach Futsal-Regeln gespielt werden - die brasilianische Variante des Hallenfußballs. Einer der gravierendsten Unterschiede zum klassischen Kick unterm Hallendach ist das gänzlich körperlose Spiel.
Der Fair-Play-Gedanke steht an vorderster Stelle - Rempeln, Grätschen und Festhalten sind absolut tabu. Und damit wären auch die Hauptursachen für Verletzungen beseitigt. „Der Kreisvorstand wird sich im kommenden Jahr intensiv mit dem Thema Futsal beschäftigen. Vielleicht spielen wir ja schon 2009 nach den neuen Regeln“, sagt Schiffer.
Werner Grunzel, Sportlicher Leiter des Landesligisten TSV Bayer Dormagen, hätte nichts dagegen. Er geht davon aus, dass der Hallenfußball dadurch attraktiver wird: „Spieler und Zuschauer hätten mit Sicherheit mehr Spaß und die Angst der Trainer vor Verletzungen würde auch gemindert.“
Doch noch ist es nicht soweit, gerade in den Vorrunden dürfte es dieses Mal für die höherklassigen Teams noch was auf die „Socken“ geben. Stärkster Gegner von Titelverteidiger Dormagen in Vorrunde D in eigener Halle am Höhenberg ist Bezirksligist SV Uedesheim. „Natürlich wollen wir wieder in die Endrunde, aber der SVÜ ist eine hohe Hürde. Da entscheidet die Tagesform“, meint Grunzel.
Noch früher beginnt das Turnier der Frauen, bei denen am 6. Januar in Gustorf direkt das Endturnier steigt. Gemeldet haben SG Kaarst, SV Glehn, SV Hemmerden, SF Vorst, SVG Weißenberg, FC Straberg, VfR Büttgen und FC Zons.
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