kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Lokalsport: Ganz wichtige Punkte für TSV

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 25.11.2007 - 21:30

Matthias Reckzeh musste am Sonntagabend wohl fünf Euro ins Phrasenschwein werfen: „Wer solche Spiele gewinnt …“, lautete der Spontankommentar des Dormagener Torhüters kaum, dass der Schlusspfiff der Partie in der Ludwigshafener Friedrich-Ebert-Halle verklungen war. Recht hatte er, denn der 27:25-Sieg (Halbzeit 15:14) seines TSV Bayer Dormagen bei der TSG Friesenheim bedeutete in der Tat ganz wichtige Punkte für den Zweitliga-Spitzenreiter.

Und dies nicht nur mit Blick auf die Punktverluste der Verfolgerteams aus Willstätt (31:31 in Hüttenberg) und Coburg, das am Sonntag zeitgleich mit 28:33 in Wallau-Massenheim verlor, sondern vor allem mit Blick auf die voraufgegangenen 60 hochdramatischen Minuten. Die sahen den TSV in einer von beiden Teams mit hohem Einsatz, aber auch sehr gutem spielerischen Niveau geführten Partie als glücklichen, aber keineswegs unverdienten Sieger.

Nicht unverdient vor allem deshalb, weil die Dormagener in der dramatischen Schlussphase, als die TSG dicht davor war, die Partie noch zu ihren Gunsten zu drehen, die Nerven behielten. Da zeigte sich, dass die TSV-Handballer aus all den „Endspielen“ der vergangenen beiden Spielzeiten ihre Lehren gezogen haben - vor Jahresfrist hätten sie ein solches Spiel noch aus der Hand gegeben.

Am Sonntag nahmen sie das Heft hingegen von Anfang an in die Hand. Spätestens, als Trainer Kai Wandschneider die Deckung umstellt und Peter Sieberger zum Bewacher des in den ersten zwölf Minuten fünf Mal erfolgreichen Nils Brandt machte, eroberte sich Dormagen die Lufthoheit auf dem Parkett der mit 1580 Zuschauern erstaunlich gut gefüllten Ebert-Halle. Beim 8:6 durch den im ersten Durchgang bärenstarken Nils Meyer (14.) lagen die Gäste erstmals mit zwei Toren in Führung. Die gaben sie bis in die Schlussphase nur noch einmal beim 14:14 (29.) ab.

Ihre stärkste Phase, direkt nach Beginn der zweiten Halbzeit, ließ die Dormagener dank Toren von Michiel Lochtenbergh, Adrian Pfahl, Mate Jozsa, die beide sogar in Unterzahl trafen, Maciej Dmytruszynski und Florian Wisotzki auf 20:15 (38.) davonziehen. Wer die Partei schon innerlich abgehakt hatte, hatte die Rechnung ohne den Kampfgeist der Friesenheimer und auch ohne das Schiedsrichtergespann Harald Schweizer und Herbert Vornehm aus Augsburg gemacht. Denn kaum witterten sie die Möglichkeit, dass die Partie noch kippen könnte,schon griffen sie mit unverständlichen Entscheidungen ins Spielgeschehen ein.

Die krasseste trafen sie vier Minuten vor dem Schlusspfiff, als sie einen Faustschlag von Benjamin Matschke gegen Adrian Pfahl nur mit einer Zeitstrafen ahndeten - eine Rote Karte wäre durchaus angemessen gewesen. Da stand es längst 24:24, weil die Dormagener allzu oft an dem nach 38. Minuten wieder zwischen die Torpfosten zurückgekehrten Kevin Klier gescheitert waren. „Am Ende gab es dann auch zweifelhafte Entscheidungen gegen uns“, meinte Friesenheims Regisseur Nico Kibat angesichts von zwei Stürmerfouls, die die Unparteiischen seinen Nebenleuten abpfiffen.

Wisotzki 115 Sekunden und Josza 52 Sekunden vor Schluss nutzten den unverhofften Ballbesitz, um den TSV auf 26:24 davonziehen zu lassen. Der Treffer von Sascha Hanke 46 Sekunde vor dem Ende eröffnete den Gastgebern noch einmal die Chance auf ein Unentschieden, zumal Dormagen die restliche Spielzeit in Unterzahl agieren musste.

Als dann Pfahl zwölf Sekunden vor dem Ende an Klier scheiterte, schien der Sieg in Gefahr, doch Lochtenbergh schaltete am schnellsten und verwandelte den Abpraller zum 27:25 - zwei ganz wichtige Punkte.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
In die Jahre gekommen: der Nixhof in Selikum. Nachdem alle pachtrechtlichen 
Fragen mit der Stadt Neuss als Eigentümerin geklärt sind und ein Zuschuss in 
Aussicht gestellt wurde, soll im Frühjahr mit der Renovierung begonnen werden.

Lokalsport

Aufgaben statt Probleme

Am Ende seines Jubiläumsjahres steckt der vor fünfzig Jahren gegründete Reitsportverein Grimlinghausen voller Pläne. Vorrangig soll die Sanierung des Vereinsdomizils auf dem Selikumer Nixhof in Angriff genommen werden. VON Volker Koch  mehr

 
In Stommeln begann Sonja Kamke als Ringerin, ging dann nach Ückerath und machte 1992 ihren Kampfrichterschein. Mittlerweile hat sie die internationale Lizenz.

Lokalsport

Wenn sie pfeift, spuren die Männer

Heute hat sie alle Schwergewichte der Ringerszene fest im Griff - egal ob auf nationaler oder internationaler Ebene: Sonja Kamke. Die 29 Jahre alte Kampfrichterin ist eine der wenigen Frauen in Deutschland, die bei Meisterschaften eingesetzt werden. VON Marion Dreischer  mehr

 

Lokalsport

Luftsprünge

 

Lokalsport

Erst Sieg, dann OP

 
 
 
MEHR DHC RHEINLAND
TSV 1992/93: Jörg Scheuermann, Joachim Sproß, Michael Klemm, Maik Handschke, Norbert Nowak (o. v. l.), Manager Werner Nowak, Betreuer Herbert Genzer, Physio Dirk Stroda, Christian Fitzek, Robert Andersson, Michael Biegler, Hade Schmitz (m. v. l.), Karsten Kohlhaas, Matthias Schmidt, Holger Lidolt, Andreas Thiel, Christopher Klemme, Dieter Springel, Klaus Dyllong (v.l.)

DHC Rheinland

Das beste Team aller Zeiten

Noch eine Woche, dann endet mit dem Heimspiel gegen die SG Bietigheim die Geschichte des Dormagener Bundesliga-Handballs. In einer Serie erinnert die NGZ an herausragende Ereignisse aus dieser Zeit VON Volker Koch  mehr