Noch einmal muss der in den vergangenen Wochen so arg vom Verletzungspech gebeutelte KSK Konkordia Neuss vor den Play-offs in der Ringer-Bundesliga ran. Im fürs Tableau bedeutungslosen Kampf wartet am Samstagabend (19.30 Uhr) RWG Mömbris-Königshofen auf die Mannen von Trainer Ayhan Aytemiz. „Da erwartet uns ein Hexenkessel“, weiß KSK-Präsident Hermann J. Kahlenberg.
Auf weitaus größeres Interesse als der Auftritt in Mömbris - gewann in Neuss mit 22:18 - stößt freilich die am gleichen Abend in Weingarten vorgenommene Auslosung der ersten Play-off-Runde. Bei der können die Konkorden am 29. Dezember entgegen der ursprünglichen Planung nun doch nicht auf einen Kontrahenten treffen, gegen den sie in der Gruppe Mitte in dieser Saison schon zwei Mal gerungen haben.
Karl Rothmer, als Vizepräsident des Deutschen Ringer-Bundes verantwortlich für die Bundesliga, entsprach damit dem Wunsch vieler Klubs, die ihren Zuschauern in den Play-offs neue Gesichter präsentieren wollten. Das zuschauerträchtige und wegen der geringen Reisekosten von Kahlenberg bevorzugte Duell mit Witten könnte damit frühestens im Viertelfinale auf dem Programm stehen.
Dass der KSK dann noch dabei ist, hält Kahlenberg nicht für ausgeschlossen. „Sind bis zu den Play-offs Max Schwindt, Patrick Loes und Björn Holk wieder fit, sieht die Welt schon wieder ganz anders aus. Dann spielen wir eine gute Rolle.“
Die Negativserie von zuletzt drei Niederlagen in Folge - und auch in Mömbris dürfte es wohl in erster Linie um Schadensbegrenzung gehen - ficht ihn dabei nicht sonderlich an. „Wir haben einfach nicht die finanziellen Möglichkeiten, um wie andere Vereine Ausfälle auffangen zu können.“
Aber man solle doch mal in Ketsch oder Mainz nachfragen, die beide nicht den Sprung in die Play-offs geschafft hätten. „Die wären bestimmt ganz gerne an unserer Stelle.“ Ihm ist daran gelegen, in der Öffentlichkeit eine positive Stimmung zu erzeugen, schließlich ginge es auch um Geld: „Ich will in den Play-offs 800 bis 1000 Zuschauer haben.“
In Mömbris-Königshofen tritt der KSK Konkordia Neuss in folgender Besetzung an: Klasse bis 55 Kilogramm: Mimoun Touba, 60 kg: Anatolij Efremov, 66 kg (griechisch-römisch): Mahmut Cavusoglu, 66 kg (Freistil): Samet Dülger, 74 kg (GR): Israfil Duman, 74 kg (F): Lucjan Gralak, 84 kg (GR): Sergej Lupin, 84 kg (F): Patrick Loes, 96 kg: Jackson Vaillant-Cantero, 120 kg: Radoslaw Jankowski.
Der Pole, in dieser Saison bislang erst einmal eingesetzt, soll im Schwergewicht getestet werden. Nach dem Kampf fällt die Entscheidung, ob er oder aber Dirk Winterfeldt in den Play-offs für den KSK Konkordia auf die Matte steigt.
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