kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Lokalsport: Geht jetzt die Puste aus?

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 16.12.2007 - 21:42

Geht dem HTC Schwarz-Weiß Neuss in der Rückrunde der Hallenhockey-Bundesliga die Puste aus? Am Freitagabend rettete sich der Spitzenreiter der Gruppe West nach 3;6-Rückstand gegen den Crefelder HTC wenigstens noch in ein Unentschieden.

Am Sonntag reichte es gegen Uhlenhorst Mülheim zwar noch zu einem 3:3-Zwischen- nach 1:3-Rückstand, am Ende stand jedoch mit dem 4:8 die erste Saisonniederlage auf dem Spielberichtsbogen, mit der die Neusser ihre Tabellenführung einbüßten. Sie macht das Rennen um die zwei Play-off-Plätze wieder extrem spannend: Den neuen Spitzenreiter Crefelder HTC (bezwang am Sonntag Gladbach mit 13:5) und den Düsseldorfer HC (setzte sich im Stadtduell mit 19:6 gegen den DSC 99 durch) auf Rang vier trennen gerade mal vier Punkte.

Den letzten der acht Mülheimer Treffer bekam Horst Busse am Sonntag Abend schon gar nicht mehr mit - den setzte Johannes Schmitz Sekunden vor dem Abpfiff ins leere Neusser Gehäuse, nachdem HTC-Trainer Carsten Fischbach vier Minuten zuvor Torhüter Martin Wagner durch einen sechsten Feldspieler ersetzt hatte. Busse eilte da schon treppab Richtung Bierstand, nicht ohne ein Kompliment für die Gäste auf den Lippen: „Der Mülheimer Sieg war absolut verdient, gegen die hatten wir heute einfach keine Chance.“

Da war ’was dran. Vor eintausend seltsam lethargischen Zuschauern wirkten die Uhlenhorster wacher, spritziger, bissiger in den Zweikämpfen alls die Hausherren. Die zeigten eigentlich nur in den letzten zehn Minuten der ersten Halbzeit, was sie in der bisherigen Saison ausgezeichnet hatte: flüssiges Kombinationshockey und frühes Stören der Gegner. Folgerichtig machten sie einen 1:3-Rückstand - 0:1 durch Thilo Stralkowski (8.), 0:2 durch Philip Meyer (17.), 1:2 durch Sebastian Draguhn im Abschluss der ersten Neusser Strafecke (18.) und 1:3 erneut durch Philip Meyer (20.) - durch Treffer von Sebi Pelzer, der einen Alleingang aus der Deckung heraus blitzsauber abschloss, und Sekunden später durch Gregor Steins (23.) wieder wett.

Stadtsportverbandschef Wilhelm Fuchs bemerkte da schon auf der Tribüne, was sich nach der Pause als programmatisch erweisen sollte: „Die Abwehrspieler schießen die Tore.“ Weil sie im zweiten Durchgang aber alle Hände voll mit den Mülheimer Angreifern zu tun hatten, gelang ihnen das nicht mehr.

Und weil die Neusser Offensive überhaupt nichts auf die Beine gestellt bekam - die im ersten Saisonabschnitt noch so starken Philipp Weide und Jannik Otto gingen vollkommen unter, Sebastian Draguhn bekam nach der ersten erfolgreichen keine weitere der folgenden sechs Ecken richtig auf den Schläger - fielen die Treffer auf der anderen Seite: Erst durch Stralkowski (31.) und Johannes Schmitz (33.) zum 5:3, und weil im Gegensatz zu Freitag das erhoffte Neusser Aufbäumen ausblieb, durch Tim Leusmann (51., 55.) auch noch zum 6:3 und 7:3.

Bezeichnend, dass das einzige Neusser Tor des zweiten Spielabschnitts, das 4:7 durch Gregor Steins (56.), wiederum durch einen Abwehrspieler vorbereitet und in Person von Jan Gehlen auch noch durch einen Mülheimer vollendet wurde. Selbst in der Überzahl der letzten vier Minuten fiel den Schwarz-Weißen wenig Konstruktives und schon gar nichts Überraschendes mehr ein - die erste Niederlage war perfekt. Verdient war sie allemal.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Szabolcs Laurencz trumpfte in der Anfangsphase mit drei Treffern auf.

Lokalsport

Eine ganz schwere Geburt

Die EM-Pause kommt für den TSV Bayer Dormagen offensichtlich zur rechten Zeit, denn auf der Zielgeraden des alten Jahres droht dem Tabellenführer der 2. Handball-Bundesliga-Süd die Puste auszugehen. VON Volker Koch  mehr

 
Sie melden sich im Kampf um den Klassenerhalt zurück: Marcel Görden und Simon Breuer gehörten zu den Stützen des TV Korschenbroich, der am Mittwoch durch einen 34:29-Sieg über die TSG Münster den letztenTabellenplatz verlies und nun mit neuem Selbstbewusstsein am Samstag zum Bergischen HC nach Wuppertal reist.

Lokalsport

Die Rückkehr des Jubels

Mit dem zweiten Sieg in Folge binnen sechs Tagen haben die Zweitliga-Handballer des TV Korschenbroich die „Rote Laterne“ abgegeben und sich im Abstiegskampf eindrucksvoll zurückgemeldet. VON Tobias Käufer  mehr

 

Lokalsport

Wiederholungstäter

 
 

Lokalsport

Helfenbein holt auf

 
 
MEHR DHC RHEINLAND

DHC Rheinland

Das beste Team aller Zeiten

Noch eine Woche, dann endet mit dem Heimspiel gegen die SG Bietigheim die Geschichte des Dormagener Bundesliga-Handballs. In einer Serie erinnert die NGZ an herausragende Ereignisse aus dieser Zeit VON Volker Koch  mehr