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Morgen startet der Internationale Medien-Grand-Prix beim TC Vorster Wald / Magnus Larsson verletzt: Goran Prpic nun in der Favoritenrolle

zuletzt aktualisiert: 30.08.2000 - 21:23

Von Ralf Angenendt

Zahlreiche Tennis-Cracks geben sich von morgen bis Sonntag beim Internationalen Medien-Grand-Prix der Damen und Herren 30 auf der Anlage des TC Vorster Wald ein Stelldichein. Die Favoritenrolle im 16.er-Feld der Männer fällt nach der Ansage des Schweden Magnus Larsson nun dem Kroaten Goran Prpic zu, im Achterfeld der Frauen dürften die Deutsche Meisterin Nadja Beik und Elena Masur aus der Ukraine die besten Siegesaussichten besitzen. Auch Heike Thoms verzichtet auf einen Start, somit ist nun mit Karina Heck-Elias vom TC BW Neuss auch eine Lokalmatadorin am Start. Sie erhielt vom Vorster Vorsitzenden Hartmut Houben eine Wildcard.

Nicht weniger als sieben Turniere im DTB-Jungsenioren-Grand-Prix waren zu absolvieren, um die notwendigen Qualifikationspunkte für das Grand-Prix-Masters der Damen und Herren 30 in Vorst zu sammeln. Beim abschließenden Turnier in Elmshorm war Hartmut Houben, Vorsitzender des Ausrichters TC Vorster Wald, selbst vor Ort. "Wir dürfen uns am Wochenende hier auf guten Tennis-Sport freuen", lautete seine eindeutige Botschaft. Aus der zusätzlichen Verpflichtung von Topstar Magnus Larsson wurde allerdings nichts. Der schwedische Daviscup-Sieger, der durchaus Interesse an einem Start in Vorst bekundet hatte und mit einer Wildcard geholt werden sollte, muss derzeit aufgrund einer Handverletzung pausieren.

Insgesamt 22.000 Mark Preisgeld sind an den drei Tagen in Vorst zu verdienen. Größter Favorit auf die 5000-Mark-Prämie bei den Herren ist nun wohl der Kroate Goran Prpic, der sich vor knapp zehn Jahren noch unter die besten 30 der Welt gepielt hatte und mit Slobodan Zivojinovic und später auch Goran Ivanisevic lange Zeit das jugoslawische Daviscup-Team gebildet hatte. Neben Prpic zählt auch Vorjahressieger Jaroslav Bulant, aus Tschechien, ehemals 120. der ATP-Weltrangliste, zu den aussichtsreicheren Kandidaten. Ebenfalls mit von der Partie ist Bulants letztjähriger Endspielgegner Girts Dzelde aus Lettland, der Sieger des Masters 1998. Doch auch aus deutschen Landen kommt ein aussichtsreicher Starter: Patrick Baur, der bereits lange Jahre in Diensten des TC BW Neuss stand und mit diesem an vier Deutschen Meistertiteln beteiligt war.

Nach der Absage von Larsson erhielt nun Frank Potthoff aus Niedersachsen die Wildcard, für den Münchener Paul Ricar rückt Michael Hruby (Tschechien) ins Männerfeld. Bei den Frauen konnte Hartmut Houben mit der Wildcard-Vergabe an die Neusserin Karina Heck-Elias "ein wenig mehr Lokalkolorit" nach Vorst holen, wo bereits vor fünf Jahren zum ersten Mal das Finale der Jungsenioren-Turnierserie des Deutschen Tennis-Bundes ausgespielt worden war - was dem Vorster Veranstalter inzwischen reichlich Routine beschert. Die Damen spielen in zwei Vierergruppen um den Einzug ins Finale, nicht mit von der Partie ist allerdings die belgische Titelverteidigerin Klaartje van Baarle.

Fleißigste Punktesammlerin (510) in den Qualifikationsturnieren war Olga Ivanova, die Masters-Siegerin von 1998, die allerdings nicht startet. Dahinter folgt Landsmännin Olga Shaposhnikova (500) vor Nadja Beik (370) und Stefanie Meyer, die allesamt dabei sein werden. Die Spiele auf der Anlage in Vorst beginnen morgen um 12 Uhr, am Samstag geht es dann bereits um 10 Uhr los, die Endspiele werden dann Sonntag ab 11.30 Uhr ausgetragen. Bei regen steht der Open-Air-Tennispark in Kaarst als Ausweichspielstätte zur Verfügung.



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