Fechten (NGZ). Vize-Weltmeister Nicolas Limbach ist mit einem Sieg ins Olympiajahr gestartet: Der Säbelfechter des TSV Bayer Dormagen setzte sich in Straßburg im Finale gegen seinen Teamkollegen Benedikt Wagner durch
Besser hätte das Olympiajahr für Nicolas Limbach gar nicht beginnen können: Exakt 196 Tage, bevor im Sport- und Kongresscenter ExCel in den Londoner Docklands die olympischen Einzelmedaillen im Säbelfechten vergeben werden, setzte der Vize-Weltmeister im Dress des TSV Bayer Dormagen eine erste Duftmarke.
Drei Wochen nach seinem 26. Geburtstag entschied Limbach das Internationale Säbelturnier im französischen Straßburg für sich. Im Finale bezwang er seinen Teamkollegen und Trainingspartner Benedikt Wagner (21), der sich ebenfalls Hoffnungen auf eine Olympiateilnahme machen darf, mit 15:11.
"Für die beiden Jungs natürlich ein mehr als gelungener Start und eine erste Duftmarke", freute sich TSV-Fechtkoordinator Olaf Kawald über den Dormagener Doppelsieg bei dem mit 113 Fechtern aus Deutschland und Frankreich besetzten Turnier. "Dieses Turnier ist die praktische Umsetzung der Kooperationsvereinbarung zwischen dem französischen und dem deutschen Verband", erläuterte Bundestrainer Vilmos Szabo die Premiere eines gemeinsamen Qualifikationsturniers der beiden Fechtverbände.
Säbel bei Olympia
27. Juli Beginn der XXX. Olympischen Sommerspiele in London
29. Juli Säbelfechten Einzelwettbewerb der Herren
1. August Säbelfechten Einzelwettbewerb der Damen
3. August Säbelfechten Mannschaftswettbewerb der Herren
Ein Mannschaftswettbewerb der Damen steht in London nicht auf dem Programm
Im Halbfinale hatte sich Limbach gegen den Franzosen Vincent Anstett mit 15:14, im Viertelfinale gegen dessen Landsmann Nicolas Lopez mit 15:9 durchgesetzt. Auch Benedikt Wagner schaltete auf seinem Weg ins Finale zwei Franzosen aus: zunächst Benoit Lamboley mit 15:8, dann Nicolas Rousset mit 15:12, bevor er gegen seinen Teamkollegen die einzige Niederlage hinnehmen musste. Die Plätze neun, 14 und 15 für Benedikt Beisheim (24), Richard Hübers (18) und Sebastian Schrödter (21) rundeten das gute Abschneiden der Dormagener Säbelfechter in Straßburg ab.
Ernst wird es für Limbach und Co. am 17. und 18. Februar, wenn im italienischen Padua die Weltcup-Saison der Säbelfechter beginnt. Hier und einen Monat später (16./17. März) in Moskau werden im Mannschaftswettbewerb die letzten Punkte für die Qualifikationsrangliste für die Olympischen Spiele in London vergeben, auf der das deutsche Team im Moment Platz drei belegt. Bis zum Beginn der Sommerspiele stehen dann noch die Weltcupturniere in Athen (27./28. April), Madrid (11./12. Mai) und Chicago (22./23. Juni) im Kalender.
Für die Junioren geht es am kommenden Wochenende mit dem Weltcupturnier im französischen Dourdan weiter. Saisonhöhepunkte sind hier die Europameisterschaften, die vom 29. Februar bis 9. März im polnischen Porec ausgetragen werden, sowie die Weltmeisterschaften vom 31. März bis 8. April in Moskau.
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