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Entscheidung ist gefallen:: Harris bleibt ein Elephant

zuletzt aktualisiert: 23.06.2003 - 21:51

Wochenlang gab es bei den Sportfans in der Schloss-Stadt kein anderes Thema: Whitney Harris oder John Bynum? Welchen ihrer beiden Jungs aus Übersee behalten die Basketballer der Elephants Grevenbroich in der Zweiten Bundesliga? Montag endlich ließ der Zweite Vorsitzende Ulrich Weinz die Kasse aus dem Sack: "Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben uns für Whitney Harris entschieden."

Und Coach Raphael Wilder stellte klar: "Das war keine Entscheidung gegen John, sondern für Whitney." Rein sportlich habe sogar eine ganze Menge für Bynum gesprochen. "So einen Spieler gibt es in der ganzen 2. Liga nicht." Aber ein Center vom Format Harris' sei auf dem EU-Markt sehr, sehr teuer, zudem könne zur Not Martin Trefzger Bynums Rolle im Spielaufbau übernehmen. Wilder: "Whitney ist nicht so spektakulär wie John, aber er ist ein Leader, ein absoluter Vorzeigeprofi. Er macht einen wahnsinnigen Job und man kann sich auf ihn 1000prozentig verlassen."

Ausschlaggebend sei jedoch gewesen, so Wilder weiter, dass Harris "in diesen Verein einfach besser integriert ist. Und er beherrscht die Sprache, lebt hier sehr selbstständig. Außerdem kümmert er sich um das Schulprojekt der Elephants, betreut mehrere Basketball-AG's."

"Er ist ein Typ mit Vorbildcharakter", ergänzt Weinz. Das Engagement des 30-jährigen Kanadiers in Sachen Nachwuchs solle sogar noch ausgeweitet werden. "Denn wir wollen die erste Mannschaft in fünf, sechs Jahren nach Möglichkeit mit Leuten aus dem eigenen Nachwuchs besetzen." Und noch etwas spricht für den mit einem Zweijahresvertrag ausgestatteten 2,06 Meter großen Center: 2004 wäre er (Sport-).Deutscher, würde also den Platz frei machen für einen weiteren Nicht-EU-Akteur.

Mit der Weiterverpflichtung Harris', der in der kommenden Woche erst mal heim nach Kanada fliegt, sind die Personalplanungen der Elephants fast beendet. Wilder sucht in Europa nun noch einen bezahlbaren Aufbauspieler und einen Center. "Aber das muss kein Kracher sein." Das Team: Whitney Harris, Sven Klesper, Martin Trefzger, Timur Anlasik, Haldun Özaslan, Anton und Sergej Dornhof, Elmar Reder und Rafael Wilczek. Dirk Sitterle

Quelle: NGZ


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