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Lokalsport: Helfenbein holt auf

VON KLAUS GÖNTZSCHE - zuletzt aktualisiert: 23.12.2007 - 21:30

Die Spannung im Kampf um das begehrte Jockeychampionat bleibt erhalten. Eddy Pedroza hat vor dem Renntag am zweiten Weihnachtstag ab 14 Uhr in Neuss mit insgesamt sieben Rennen jetzt noch sechs Punkte Vorsprung vor Andreas Helfenbein, dem am Sonntag in Dortmund mit Viper, Novo und Fifty drei Treffer gelangen, während Pedroza lediglich ein Mal im Sattel von Laudro erfolgreich war. 112:106 steht es für Pedroza.

Fast alle von den beiden Kontrahenten gerittenen Pferde waren heiß gewettet. In den zehn Rennen summierte sich das Umsatzergebnis auf 194 096 Euro. Übliche Werte der letzten Renntage. Extrem gewettet werden die Ritte der beiden Gegner am Mittwoch in Neuss sicherlich ähnlich wie am Sonntag in Dortmund.

Andreas Helfenbein am Sonntagabend nach dem zehnten Rennen: „Ich weiß, es wird schwer. Aber ich kämpfe weiter und vor allem am 30.Dezember in Dortmund habe ich sehr gute Ritte. Meine größte Sorge ist, dass dieser Renntag wegen der geringen Zahl der Nennungen abgesagt werden könnte.“ Auch für den 31.Dezember in Neuss werden Starter gesucht, doch eine Absage dieses Events kommt wohl nur bei einer Naturkatastrophe infrage. Eine Garantieerklärung für den 30.Dezember in Dortmund mochte am Sonntagabend niemand abgeben. Rennsekretär Karl Schütz: „Alles ist möglich, auch eine Absage.“

Der vor 15 Jahren aus Panama nach Bremen gekommene Pedroza reitet am Weihnachtsrenntag in Neuss in drei der sieben Prüfungen, Helfenbein ist vier Mal im Einsatz. Pedroza beginnt im 2. Rennen allerdings mit dem Favoriten Aturo und so ganz aussichtsreich scheinen die Helfenbein-Ritte in Neuss nicht zu sein. Im Falle der Stute Perpeetum Mobile im 4. Rennen geht es wohl nach der Devise, beim Pferd bleiben zu müssen. Es sei denn, Trainerin Ana Bodenhagen hat den allseits gesuchten Lufthafer gefüttert, der das Pferd zum Fliegen bringt. Helfenbein: „Ein Sieg in Neuss für mich wäre schon sehr gut, denn mit Aturo wird Eddy sicher punkten.“

Obwohl sich die zu gewinnenden Rennpreise in den meisten Prüfungen in überschaubaren Dimensionen bewegen, reisen Pferde aus vielen Teilen auch außerhalb von Nordrhein an diesem Feiertag nach Neuss. Sie kommen aus Iffezheim bei Baden-Baden, Langenhagen bei Hannover, zahlreichen Orten des Saarlandes und Rheinland-Pfalz, Belgien und den Niederlanden. Mit insgesamt sieben Pferden ist die heimische Trainingszentrale beteiligt. Fast üppig, wenn man an gewisse Zahlen der Vergangenheit denkt.

Unabhängig vom Kampf um das Jockey-Championat schaffte die Neusser Trainerin Katja Gernreich in Dortmund mit Levato ihren achten Saisonsieg. Katharina-Daniela Werning ritt den dreijährigen Hengst zum Sieg beim Sandbahn-Debut. Es war im Ziel ein Hals-Vorsprung vor Showboy Arrogance mit Eddy Pedroza. Bei anhaltender Gesundheit hat Levato sicher noch Steigerungsmöglichkeiten. Mit Nunzio sattelt Gernreich einen chancenreichen Starter im Finalrennen um den Preis der Perlenkette.

Quelle: NGZ


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