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Fußball: Hemmerden kickt um Titel

VON DIRK SITTERLE - zuletzt aktualisiert: 28.01.2012

Fußball (NGZ). Als Gastgeber rechnet sich der Niederrheinligist aus Grevenbroich beim Turnier um den ARAG-Hallenpokal gute Chancen aufs Halbfinale aus. In Gustorf sind morgen die 14 Kreismeister im Fußballverband Niederrhein am Start.

Auch in der Halle ist beim SV Hemmerden Laura Rösgen (am Ball) für die kreativen Momente zuständig.  Foto:  H. Jazyk
Auch in der Halle ist beim SV Hemmerden Laura Rösgen (am Ball) für die kreativen Momente zuständig. Foto: H. Jazyk

Wenngleich auch international tätige Topklubs wie der FCR 2001 Duisburg am Sonntag nicht am Start sein werden, für Willi Wingerath, Vorsitzender des ausrichtenden SV Hemmerden, ist die Endrunde um den ARAG-Hallenpokal "in diesem Jahr das am besten besetzte Hallen-Fußballturnier im Rhein-Kreis Neuss". Am Torfstecherweg in Gustorf kicken immerhin die 14 Kreismeister im Fußballverband Niederrhein (FVN).

Der SV Hemmerden, einer von sechs für die Finalrunde qualifizierten Niederrheinligisten, trifft dabei gleich im ersten Spiel (9.30 Uhr) auf einen echten Spezialisten für den Kick unterm Dach. Der FSC Mönchengladbach spielt auf dem Feld zwar nur in der Landesliga, hat sich in der Halle aber seit der ersten Auflage 2000 insgesamt schon fünfmal den Titel gesichert. Obwohl sich in der Vorrunden-Gruppe A in Eintracht Solingen und BW Fuhlenbrock noch zwei weitere Niederrheinligisten befinden, gibt SV-Trainer Peter Compes als Ziel das Halbfinale aus. Dazu müssten seine Mädels die Gruppenphase mindestens auf dem zweiten Rang abschließen. "Dies sollte machbar sein", findet der Coach. Da in der Vorrunde jede Partie nur acht Minuten dauert, könnte sich jeder Fehler als spielentscheidend erweisen. Andererseits sei es auch möglich, ein Ergebnis zu verwalten, erklärt Compes, der grundsätzlich kein Freund des Hallenfußballs ist. "Wenn wir nicht Ausrichter wären, weiß ich nicht, ob wir überhaupt gespielt hätten", gibt er zu. Zudem hegt er auf dem Feld noch Aufstiegsträume, "und da unsere Personaldecke sehr dünn ist, kann ich mir keine Verletzten leisten".

Der Kader für das Turnier unterscheidet sich kaum von der Endrunde um die Kreishallenmeisterschaft: Im Tor steht Theresa Adolffs, in der Verteidigung bilden Michaela Compes und Jessica Froitzheim, die Sandra Reimann (ihr wurden gerade erst zwei Weisheitszähne gezogen) ersetzt, sowie Melanie Neukirchen und Daniela Logtenberg feste Pärchen. In der Schaltzentrale wechseln sich Linda Hamdan und Laura Rösgen ab, in vorderster Front sollen im Wechsel Steffi Delissen und Cecilie Lischke für Gefahr sorgen. Als Ersatz steht Svenja Stübben bereit. Verzichten muss Compes auf Julia Schenck.

Hatte Hemmerden auf Kreisebene als haushoher Favorit noch mächtig aufs Tempo gedrückt, so wollen die Gastgeberinnen morgen wesentlich defensiver agieren. "Wir warten erst mal ab", sagt Compes. Als einen der Hauptkonkurrenten hat der Coach den Ligarivalen SG Schönebeck II auf der Rechnung. "Gut möglich, dass bei denen die ein oder andere aus der Bundesliga-Mannschaft aufläuft." Zur Vorbereitung hatte Compes seine Schützlinge am vergangenen Mittwoch zu einer Einheit in der Halle gebeten, das erste gemeinsame Training in diesem Jahr. Compes: "Diese Pause haben wir uns einfach gegönnt."

Quelle: NGZ


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