Björn Otto ärgert weiter die deutsche Stabhochsprung-Elite: "Ich kann mich echt nicht beklagen", kommentierte der 25-Jährige Sonntag Abend seinen Sieg beim Stabhochsprung-Meeting im Stern-Einkaufszentrum von Potsdam. 5,72 Meter, ebenso wie alle voraufgegangenen Höhen ab 5,30 Meter glatt im ersten Versuch übersprungen, standen am Ende für den Athleten des TSV Bayer Dormagen zu Buche, der damit vor 2300 Zuschauern (!) vor den höhengleichen Lars Börgeling, Tim Lobinger und Rens Bloom gewann, die alle mindestens einen Versuch mehr benötigten.
Im Gegensatz zu seiner Freiluft-Bestmarke von 5,76 Meter, ebenfalls bei einem Marktplatzspringen erzielt, findet die Sonntag erzielte Höhe Eingang in die offiziellen Bestenlisten. Damit hat Björn Otto bereits zum zweiten Mal die Norm für die Hallen-Weltmeisterschaften in Birmingham gemeistert. Außer ihm schafften das bisher sein früherer Vereinskollege Lars Börgeling mit seinen 5,72 Meter von Potsdam und Tim Lobinger.
Der hatte sich am Freitagabend in Chemnitz sogar über die neue Weltjahresbestleistung von 5,81 Meter katapultiert und siegte damit vor dem höhengleichen Tschechen Ivan Ptacek, der neuen tschechischen Hallenrekord sprang. Björn Otto wurde mit 5,60 Meter Dritter, was er gleich per Telefon an die Gäste der NGZ-Sportlerwahlgala im Neusser Zeughaus übermittelte.
Dort war er gerade als Zweitplatzierter mit 4560 Punkten knapp hinter dem Neusser Ringer Max Schwindt (4593) ausgerufen worden. Am Freitag steht für den Dormagener der nächste Start beim Bayer-Hallenmeeting in Leverkusen auf dem Programm, dann legt er eine Wettkampfpause bis zu den Deutschen Hallenmeisterschaften in Leipzig ein. Volker Koch
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