kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Neuer Torhüter für Dormagen: Jens kommt, Kjell bleibt

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 13.02.2009 - 21:30

Den Rest der Handball-Saison wird der TSV Dormagen mit dem bestehenden Kader bestreiten. Für die neue hat der Bundesliga-Aufsteiger die ersten Weichen gestellt: Von den Füchsen Berlin kommt Torhüter Jens Vortmann.

Aus dem Berliner wird im Sommer ein Dormagener: Torhüter Jens Vortmann wechselt von den Füchsen zum TSV.  Foto: NGZ
Aus dem Berliner wird im Sommer ein Dormagener: Torhüter Jens Vortmann wechselt von den Füchsen zum TSV. Foto: NGZ

Konstantinos Chantziaras und Sebastian Linder werden die einzigen neuen Gesichter im Kader des TSV Dormagen bleiben: Die Suche nach einem weiteren Rückraumspieler hat der Aufsteiger einen Tag vor Ablauf der Wechselfrist in der Handball-Bundesliga eingestellt - der Markt gab offensichtlich keinen Akteur her, der ins schmale Dormagener Gehaltsgefüge gepasst hätte.

„Ich hatte mich schon länger damit abgefunden, dass wir wohl keine Verstärkung bekommen werden. Jetzt müssen wir sehen, dass wir mit dem vorhandenen Kader das Beste erreichen“, sagt Trainer Kai Wandschneider, dessen Schützlinge am Samstag um 15 Uhr den TV Großwallstadt zum „ersten von acht Endspielen“ erwarten (Karten ab 13.30 Uhr an der Tageskasse des TSV-Sportcenters).

Gleichzeitig ist der Neuling dabei, die Weichen für die kommende Saison zu stellen, die er erneut in der „stärksten Liga der Welt“ bestreiten will: „Wir gehen davon aus, dass wir erstklassig bleiben“, sagt Uli Derad.

Der Sportliche Leiter verlängerte nicht nur den Vertrag mit Kreisläufer Kjell Landsberg, der seit 2004 das TSV-Trikot trägt, bis 2011. In Person von Jens Vortmann verpflichtete er auch einen neuen Torhüter, der ebenfalls einen Zwei-Jahresvertrag unterschrieb.

Der 22 Jahre alte Junioren-Europameister von 2006 steht noch beim Liga-Konkurrenten Füchse Berlin unter Vertrag, mit dem er pikanterweise zum nächsten Heimspiel am 27. Februar bei seinem künftigen Klub gastiert.

„Für Jens ist das eine gute Perspektive. Es ist der richtige Schritt für ihn, sich in einem solchen Verein weiter zu entwickeln. Wir wünschen ihm alles Gute für die Zukunft, die Tür in Berlin steht ihm immer offen“, urteilt Füchse-Manager Bob Hanning über den Wechsel des gebürtigen Berliners, der „im Kindergartenalter“ beim BFC Preußen mit dem Handballspielen begann und 2005 als 18-Jähriger zu den Füchsen wechselte und mit Zweitspielrecht auch beim LHC Cottbus spielte.

In dieser Saison ist er bei den Füchsen Nummer zwei hinter dem Tschechen Peter Stochl, nach der Verpflichtung von Nationaltorhüter Silvio Heinevetter, der zur neuen Spielzeit aus Magdeburg nach Berlin wechselt, sah er offensichtlich keine Perspektive mehr.

„Ich hatte in Berlin eine tolle Zeit und habe mich gut entwickelt. Im Moment ist es sehr wichtig für mich, viel Spielpraxis zu sammeln und mehr Verantwortung zu tragen“, sagt Vortmann, der in Dormagen einen prominenten Fürsprecher fand: „Das ist eine weise Entscheidung sowohl vom TSV als auch von Jens Vortmann. Er ist ein junger deutscher Torwart mit einer großen Perspektive. In Dormagen hat er die Chance, sich zu präsentieren, was für ihn in diesem Maße zuletzt nicht möglich war“, sagt Andreas Thiel.

Der „Hexer“, selbst von 1992 bis 2000 zwischen den Dormagener Torpfosten, kennt Vortmann aus dem Training mit der Junioren-Nationalmannschaft und traut ihm sogar zu „an das Tor zur Nationalmannschaft zu klopfen.“

Mit dem Vereins- soll bei dem 195 Zentimeter großen und 93 Kilogramm schweren Berliner auch ein Studienwechsel vonstatten gehen: Statt Luft- und Raumfahrttechnik strebt er nun eine Ausbildung zum Wirtschaftsingenieur an.

Jens Vortmann soll Joachim Kurth (38) ablösen, der neben seiner Position als Marketingmanager künftig nur noch als „Standby-Torhüter“ fungieren soll. Da Matthias Reckzeh zum Saisonende den TSV verlässt, dürfte damit klar sein, dass Vitali Feshchanka wohl ein neues Angebot unterbreitet wird.

Der Vertrag des weißrussischen Nationaltorhüters läuft ebenso aus wie die Verträge von Florian Wisotzki, Christoph Schindler, Nils Meyer, Szabolcs Laurencz, Michiel Lochtenbergh, Ingo Meckes, Peter Sieberger und Tim Henkel. Klar sind bisher nur die Abgänge von Meckes und Reckzeh.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Nina Lemmen

Lokalsport

„Trete in große Fußstapfen“

Schon vor Dienstantritt beim HTC SW Neuss am 1. April hat Nina Lemmen klare Vorstellungen von ihrem neuen Trainerjob. mehr

 

Lokalsport

Wie bei der Sturmflut

Der HSV Hamburg wollte Rache für die Hinspiel-Niederlage, und er bekam sie: Bei der 17:33-Schlappe wurde Handball-Bundesligist TSV Dormagen wie von einer Naturgewalt aus der Color-Line-Arena gespült. VON Volker Koch  mehr

 

TV Korschenbroich gegen OSC Rheinhausen

Der „Tabellenchef“ kommt

 

Wisotzki verlängert Vertrag

Der Kapitän bleibt an Bord

 

NGZ-Sportlerwahl des Jahres

Wählen und gewinnen

 

Der "Hexer" kehrt zurück

Torhüter haben eine besondere Seele

 
MEHR DHC RHEINLAND

DHC Rheinland

Das beste Team aller Zeiten

Noch eine Woche, dann endet mit dem Heimspiel gegen die SG Bietigheim die Geschichte des Dormagener Bundesliga-Handballs. In einer Serie erinnert die NGZ an herausragende Ereignisse aus dieser Zeit VON Volker Koch  mehr