Gleich mit einem Knüller präsentiert sich Handball-Zweitligist TV Korschenbroich den heimischen Fans morgen Abend: Zum Saisonauftakt kommt die SG Flensburg-Handewitt, Tabellendritter der Bundesliga und Champions-League-Teilnehmer, in die Waldsporthalle. Anwurf ist um 18 Uhr.
Als sich die SG Flensburg-Handewitt vor Jahresfrist zu einem 36:32-Sieg in der Korschenbroicher Waldsporthalle mühte, konnte niemand ahnen, dass dies der Auftakt zu einer überaus erfolgreichen Saison des Handball-Bundesligisten sein sollte: Im Schatten des Meisterduells zwischen THW Kiel und HSV Hamburg hielt die SG weitaus höher gehandelte Konkurrenten in Schach und zog als Tabellendritter souverän in die Champions-League ein.
Morgen (Anwurf 18 Uhr) sind die Nordlichter von Trainer Per Carlén (49) wieder in der Waldsporthalle zu Gast. Und das mit einem noch stärkeren Kader als vor einem Jahr: "Ich sehe das Team auf einem höheren Niveau als vor Jahresfrist. Wir wollen einen Schritt weiter nach vorn machen", sagte Carlén nach den ersten Trainingseinheiten.
Den Eindruck bestätigten die ersten Testspiele. Im Trainingslager in Schweden blieb die SG in allen vier Partien gegen Erstliga-Aufsteiger HK Avanäs (35:22), eine schwedische Regionalauswahl (40:29) und die Erstligisten IFK Sövde (34:29) und GIK Waisaterna (28:26) unbesiegt. Und das, obwohl Carlén seinen Schützlingen gleich 15 Trainingseinheiten in sechs Tagen verordnet hatte.
Der Schwede, dessen Sohn Oscar (22) in der vergangenen Saison bester Bundesliga-Spieler auf der rechten Rückraumposition und mit 180 Treffern zweitbester Feldtorschütze hinter dem Göppinger Lars Kaufmann (218) war, muss in der für die SG am 25. August mit dem Auswärtsspiel in Wetzlar startenden Saison zwar auf fünf Spieler verzichten, darunter Weltklasse-Linksaußen Lars Christiansen ( Kolding/Dänemark) und den schwedischen Nationaltorhüter Johan Sjöstrand, den es nach Spanien zog.
Dafür hat er drei neue Hochkaräter im Kader, von denen als letzter vor zwei Wochen etwas überraschend der Ex-Dormagener Viktor Szilagyi (31)vom VfL Gummersbach an die Förde wechselte. Er ist ebenso routiniert wie Linkshänder Tamas Mocsai (31, TBV Lemgo) und Torhüter Sören Rasmussen (33). "Wir sind von unserer Philosophie, mit jungen Spielern zu arbeiten, etwas abgewichen. Für die Champions League brauchen wir einfach etwas mehr Erfahrung", begründet der Trainer die Verpflichtungen.
Der trotzdem vor zu hohen Erwartungen warnt: "Klar ist, dass uns die Konkurrenz nicht wieder unterschätzen wird. Wichtig ist, dass wir einen guten Saisonstart erwischen." Wobei das morgige Gastspiel in Korschenbroich die heiße Phase der Vorbereitung einläutet: Bereits am Samstag gehen die Flensburger als Titelverteidiger beim Erima-Cup in der Bremer Stadthalle an den Start, wo sie zunächst auf den TBV Lemgo treffen.
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