Am Ende stand zwar eine 15:20-Niederlage, doch bis zum drittletzten Kampf lag Ringer-Bundesligist KSK Konkordia Neuss beim Deutschen Mannschaftsmeister KSV Köllerbach ständig in Führung.
Püttlingen/Neuss Jetzt weiß der KSK Konkordia Neuss, wo er steht in der Ringer-Bundesliga Gruppe West: Nach den leichten Auftaktsiegen über die Aufsteiger aus Musberg und Bonn gab es zwar am Samstagabend die erste Niederlage, doch beim 15:20 gegen Titelverteidiger KSV Köllerbach verkauften die Neusser ihre Haut teuer. "Wir hatten sogar Chancen, das Ding zu gewinnen", meinte Präsident Hermann J. Kahlenberg mit Blick auf den Kampfverlauf beim Mannschaftsmeister der vergangenen drei Jahre, der auch in dieser Saison als Anwärter auf den Platz eins in der Weststaffel gilt. Und der gegen den bisherigen Tabellenführer aus Neuss auch mit der erwartet starken Formation angetreten war.
WM-Pause
Wegen der Ringer-Weltmeisterschaften in Moskau legt die Bundesliga eine dreiwöchige Kampfpause ein. Weiter geht es für den KSK Konkordia Neuss am 18. September (19.30 Uhr) , wenn sich die RWG Mömbris-Königshofen in der Stadionhalle an der Jahnstraße vorstellt.
Dass die Gäste trotzdem bis zum drittletzten Kampf des Abends in Führung lagen, hatten sie vor allem Samet Dülger zu verdanken: Der lange verletzt gewesene Deutsche Meister von 2007 und 2008 in der Klasse bis 66 Kilogramm Freistil bezwang nämlich den aktuellen Titelträger dieser Kategorie, Martin Daum, glatt mit 3:0. "Damit hat er sich im Kampf um einen Platz in der Nationalmannschaft sowohl mit Blick auf die Europameisterschaften in Dortmund nächstes Jahr als auch im Hinblick auf die Olympischen Spielen in London zurückgemeldet", ist Kahlenberg überzeugt.
Wie Dülger, setzten sich auch der erstmals im Superschwergewicht aufgebotene Jackson Vaillant Cantero (3:0 gegen Kevin Arend) und Sergiy Skrypka glatt durch. Der Routinier bezwang in der Klasse bis 60 Kilogramm (griechisch-römischer Stil) den Bronzemedaillengewinner der Kadetten-EM, Marc-Antonio von Tugginer, gleichfalls mit 3:0 und feierte im dritten Saisonkampf seinen dritten Sieg. Alle anderen verloren, zum Teil jedoch so knapp, dass durchaus mehr drin war für die Gäste. So gaben sowohl William Harth (96 kg F) gegen den bulgarischen Meister Lyuben Iliev, der Ex-Köllerbacher Patrick Loes (84 kg F) gegen Konstantin Völk und Ilyas Özdemir (74 kg G) gegen den mehrfachen Deutschen Meister Konstantin Schneider ihre Kämpfe jeweils erst in der fünften Runde ab. Max Schwindt (84 kg G) gestattete Jan Fischer keine technische Wertung, konnte sich als Obermann aber nicht gegen den körperlich überlegenen Deutschen Meister durchsetzen, so dass Fischer schließlich mit einem 1:0-Sieg die Matte verließ.
Während der erstmals eingesetzte Eduarnis Tellez-Zamora (55 kg, 0:3 gegen Vladimir Togusov) und Mahmut Cavusoglu (66 kg G, 0:3 gegen Emil Milev) ohne Chance waren, musste Hamberd Durdischew (74 kg F) dem durch das Ramadam-Fasten bedingten Substanzverlust Tribut zollen: Am Ende wurde er gegen den Deutschen Meister Andrij Shyyka wegen Passivität disqualifiziert und gab so vier Punkte ab. Trotzdem kann der KSK beruhigt in die WM-Pause gehen.
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