Gut erholt von seiner Fußverletzung zeigte sich Säbel-Weltmeister Nicolas Limbach beim Grand-Prix-Turnier in Moskau. Mit seinem fünften Platz verteidigte der Dormagener seine Führung in der Weltrangliste. Auch die deutsche Mannschaft steigerte sich und belegte Rang vier.
Moskau/Dormagen Noch ist Nicolas Limbach nicht ganz in weltmeisterlicher Verfassung. Doch vier Wochen nach seiner Fußverletzung, die seinen Start beim Weltcup-Auftakt in Athen verhinderte und ihn am vergangenen Wochenende beim Grand-Prix in Budapest noch so stark beeinträchtige, dass er nicht über den 17. Platz hinaus kam, bewies der 24 Jahre alte Säbelfechter im Dress des TSV Bayer Dormagen beim Grand-Prix-Turnier "Moscow Sabre 2010" in Moskau deutlich ansteigende Form.
"Nico ist noch immer nicht zu 100 Prozent fit. Insofern geht die Platzierung in Ordnung", meinte Bundestrainer Vilmos Szabo, am Dormagener Höhenberg auch Heimtrainer des Weltmeisters, nach dem fünften Platz im Gesamtklassement, mit dem Limbach seine Führung auf der Weltrangliste verteidigte.
Ein Vordringen aufs Siegertreppchen verhinderte der Italiener Luigi Samele, der den Dormagener im Viertelfinale mit 15:14 knapp bezwang, Samele scheiterte anschließend im Halbfinale am Koreaner Oh Eun Seok, der wiederum im Finale mit 12:15 dem Ungarn Zsolt Nemcsik unterlag. Samele wurde ebenso wie der Rumäne Rares Dumitrescu Dritter.
Nicolas Limbach hatte auf seinem Weg ins Finale zunächst den US-Amerikaner Mihail Etropolski mit 15:10 ausgeschaltet und sich dann gegen den Franzosen Boris Sanson mit 15:9 durchgesetzt. Ein 15:11-Sieg über den Russen Vardan Kosikov ebnete dem Dormagener dann den Weg ins Viertelfinale, in dem Luigi Samele die Endstation bedeutete.
Auch in der Mannschaft lief es für die deutschen Säbelfechter wesentlich besser als in der Vorwoche, wo in Budapest nur ein zehnter Rang herausgesprungen war. Diesmal belegten Nicolas Limbach, Benedikt Wagner (beide Dormagen), Björn Hübner und Johannes Klebes (beide Tauberbischofsheim) hinter Frankreich, Italien und China den vierten Rang. "Besonders erfreulich war, dass unsere Jungs Weltmeister Rumänien schlagen konnten", zeigte sich Bundestrainer Vilmos Szabo zufrieden mit dem Auftreten seiner Schützlinge, die zum Auftakt die USA mit 45:38 und anschließend Rumänien mit 45:37 bezwangen. Das "Aus" kam dann im Halbfinale mit einer 33:45-Niederlage gegen Olympiasieger Frankreich. Im Gefecht um Platz drei setzte sich China mit 45:42 durch, "da war wohl ein wenig die Luft 'raus", meinte Szabo.
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