Die Premiere wurde vor allem von den Akteuren selbst als äußerst gelungen eingestuft. „Deshalb stand für uns eine Fortführung außer Frage, wenn wir die Finanzierung hin bekommen“, sagt Uli Derad. Die sieht der Hauptgeschäftsführer des TSV Bayer Dormagen inzwischen als gesichert an.
Die Resonanz - 800 Zuschauer waren am 28. Januar ins Sportcenter am Höhenberg gekommen - sahen vor allem die Akteure als zu gering an. „Aus diesem Grund haben wir uns einen neuen Termin überlegt“, sagt Derad. Deshalb findet das zweite internationale Dormagener Stabhochsprung-Meeting nun am 25. Januar 2008 statt - einem Freitagabend.
„Wir setzen die Erfahrungen, die wir beim Handball machen, einfach auf Stabhochsprung um“, erläutert der TSV-Hauptgeschäftsführer. Denn der Freitagabend hat sich längst als der publikumsträchtigere Termin für die Dormagener Zweitliga-Handballer erwiesen. Und weil diewegen der EM-Pause im neuen Jahr erst am 3. Februar mit dem Gastspiel bei der HSG Düsseldorf wieder ins Geschehen eingreifen, bot sich der 25. Januar an.
Zehn bis zwölf Stabartisten der nationalen und internationalen Spitze sollen sich dann auf dem eigens quer durch die Halle verlegten Anlaufsteg ein Stelldichein geben. Zugpferd aus lokaler Sicht ist natürlich Björn Otto, der die Premiere mit 5,70 Meter gewann. Auftakt zu einem Höhenflug, der den Springer des TSV Bayer Dormagen zum Titel bei den Deutschen Hallenmeisterschaften und zu Bronze bei den Hallen-Europameisterschaften führte. Im Sommer folgte dann seine Steigerung auf 5,90 Meter und Platz fünf bei den Weltmeisterschaften in Osaka.
Otto wird am 25. Januar erneut im Trikot des TSV Bayer Dormagen an den Start gehen. Keine Selbstverständlichkeit: Zwar gehört er dem Verein schon mehr als ein Vierteljahrhundert an, doch stets zum Wechseltermin in der Leichtathletik (bis 30. November) ist der Straberger heiß umworben. Diesmal war es der neue Fusionsverein LG ASV Deutsche Sporthochschule Köln, der um seine Gunst buhlte - als Ersatz für den zur LG Stadtwerke München abgewanderten Tim Lobinger. „Wir sind froh und erleichtert, dass Björn weiter bei uns bleibt“, sagt Uli Derad. Auch Matthias Kohls vom Ausrüster Asics „begrüßt die Entscheidung“, schließlich gilt Björn Otto als aussichtsreicher Kandidat für die Olympischen Spiele in Peking.
Die hat trotz einer enttäuschenden Saison 2007 auch Lars Börgeling nicht abgeschrieben, im Gegenteil. „Ich lasse mich von schlechten Jahren nicht unterkriegen. Ganz im Gegenteil. Ich möchte mit dem guten Gefühl, das vergangene Jahr für mein Studium genutzt zu haben, jetzt erst recht zeigen, was ich kann“, wird der für den TSV Bayer Leverkusen startende Ex-Dormagener im Interview mit der Fachzeitschrift „Leichtathletik“ zitiert. Für sein „persönliches Unternehmen Olympia“ hat der 28-Jährige zwei Urlaubssemester an der Fachhochschule Iserlohn genommen, wo er Sport- und Eventmanagement studiert.
Börgeling und Lobinger liebäugeln beide mit einem Start beim Dormagener Meeting. „Gerade weil die Konkurrenz bei uns in Deutschland so groß ist, wollen wir uns im Olympiajahr möglichst oft starken Gegnern stellen, denn für Peking muss man im eigenen Land mindestens Dritter sein“, sagt Börgeling, der neuerdings von Stabhochsprung-Bundestrainer Jörn Elberding betreut wird. „Dadurch hat sich mein sportliches Umfeld verändert und ich bin sehr motiviert für die kommenden Wettkämpfe.“
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