kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Lokalsport: Lustlos x kraftlos = harmlos

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 24.03.2010 - 21:30

Handball-Bundesligist TSV Dormagen hat bei den Rhein-Neckar Löwen am Mittwoch Abend die erwartete Niederlage nicht verhindern können. Bei der 24:37-Schlappe in der Mannheimer SAP-Arena wirkten zu viele Dormagener entweder kraft- oder lustlos.

Mit gemeinsamen Kräften versuchen die Dormagener (v.l.) Nils Meyer, Sebastian Linder und Maciej Dmytruszynski ein Anspiel auf Bjarte Myrhol zu verhindern. Mit wenig Erfolg: Der Kreisläufer der Rhein-Neckar Löwen erzielte gestern Abend satte 15 Tore für seine Mannschaft.   Foto:  Jürgen Pfliegensdörfer
Mit gemeinsamen Kräften versuchen die Dormagener (v.l.) Nils Meyer, Sebastian Linder und Maciej Dmytruszynski ein Anspiel auf Bjarte Myrhol zu verhindern. Mit wenig Erfolg: Der Kreisläufer der Rhein-Neckar Löwen erzielte gestern Abend satte 15 Tore für seine Mannschaft. Foto: Jürgen Pfliegensdörfer

Mannheim Betrachtet man den direkten Vergleich, so wird einem mit Blick auf das vielleicht vorentscheidende Abstiegsduell am kommenden Donnerstag angst und bange. Denn der TSV Hannover, der dann in der Dormagener HRC-Arena gastiert, verlor am Sonntag höchst unglücklich und erst drei Sekunden vor Schluss mit 26:27 bei den Rhein-Neckar Löwen. Der TSV Dormagen hingegen kam am Mittwoch beim gleichen Gegner mit 24:37 (Halbzeit 10:15) unter die Räder.

Doch solche Vergleich hinken bekanntlich. Denn so lust- und kraftlos wie sich eine Reihe Dormagener Spieler am Mittwoch Abend vor 4940 Zuschauern in der Mannheimer SAP-Arena präsentierten, dürfte der TSV in einem direkten Duell um den Klassenerhalt wohl kaum auflaufen. Aufs Ganze gesehen boten die Dormagener ihre wohl schwächste Leistung der gesamten Spielzeit. Rühmliche Ausnahme waren jene beiden Spieler, die mit der deutschen Junioren-Nationalmannschaft schon Weltmeister beziehungsweise Vize-Weltmeister geworden sind.

Info

Jetzt kommt Hannover

Das nächste Spiel des TSV ist das im Abstiegskampf bereits vorentscheidende Duell mit dem TSV Hannover-Burgdorf, das am kommenden Donnerstag (1. April) um 20.15 Uhr in der HRC-Arena angepfiffen wird.

Denn Jens Vortmann stand mit 16 gehaltenen Bällen in 52 Minuten dem überragenden Ex-Nationaltorhüter Henning Fritz (21 Paraden) auf Seiten der Gastgeber nur wenig nach. Und Kristian Nippes war mit sechs Feldtoren nicht nur der erfolgreichste Angreifer auf Seiten der Gäste, der Linkshänder zeigte auch jene kämpferische Einstellung, die einem Teil seiner Nebenleute am Mittwoch Abend vollkommen abging. Dass dem 22-Jährigen dabei auch einige Fehler und Patzer in der Abwehr unterliefen, war sicher dem hohen Kräfteverschleiß geschuldet. Schließlich musste er am Mittwoch Abend zum zweiten Mal innerhalb von drei Tagen 60 Minuten ohne Pause durchspielen.

Andere hätten sich an seiner Einstellung ein Beispiel nehmen sollen, allen voran Mannschaftskapitän Florian Wisotzki, der lustlos durch die SAP-Arena trabte und zeitweise gar nicht mental beim Spiel zu sein schien. So konnte das Dormagener Angriffsspiel auch keinen Druck entwickeln – bezeichnend, dass Bjarte Myrhol als der überragende Kreisläufer der Gastgeber im Alleingang mehr Tore erzielte als die übrigen Dormagener Feldspieler außer Kristian Nippes. Entschieden war die Partie eigentlich schon nach sechs Minuten, denn da führten die Löwen bereits mit 5:0.

Ähnlich war es den Dormagenern am Samstag gegangen, doch anders als in Melsungen fehlten ihnen am Mittwoch Abend Kraft und Einstellung, um sich noch einmal aufzubäumen. Hinzu kam ein Gegner von ganz anderem Format, der noch dazu aus der Beinahe-Blamage gegen Hannover gelernt hatte und mit höchster Konzentration in der Partie ging. Nur als TSV-Trainer Kai Wandschneider zwischenzeitlich auf eine 3:3-Deckung umstellte, verloren die Löwen etwas den Faden und ließen den TSV bis auf 8:12 (23.) herankommen. Doch um diese Taktik länger durchzuhalten, fehlte den Dormagenern die Kraft. Gut, dass das Duell mit Hannover erst am Freitag in einer Woche auf dem Plan steht.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Waren die überragenden Akteure am vergangenen Wochenende: TVK-Torhüter Thomas Bauer und Jens Reinarz, der zehn Tore für den BHC erzielte.

Lokalsport

TVK will dem BHC "heißen Fight liefern"

Sie spielen gegen die zweite Liga, dennoch sieht Trainer Khalid Khan die Gastgeber "klar in der Favoritenrolle" VON Volker Koch  mehr

 
Der überragende Akteur auf Dormagener Seite nicht nur am Donnerstagabend: Kristian Nippes (hier gegen die Hannoveraner Piotr Przybecki und Lars Lehnhoff)erzielte in den letzten drei Partien insgesamt 22 Tore.

Lokalsport

TSV verpasst den Befreiungsschlag

Nach fünf Minuten lag der TSV Dormagen bereits 0:4 gegen den TSV Hannover-Burgdorf in Rückstand. Davon erholte sich der Handball-Bundesligist trotz der Unterstützung von 2673 Zuschauern nicht mehr und muss nach der 28:32-Niederlage jetzt verstärkt um ... VON Volker Koch  mehr

 
 
 
 
 
MEHR DHC RHEINLAND
TSV 1992/93: Jörg Scheuermann, Joachim Sproß, Michael Klemm, Maik Handschke, Norbert Nowak (o. v. l.), Manager Werner Nowak, Betreuer Herbert Genzer, Physio Dirk Stroda, Christian Fitzek, Robert Andersson, Michael Biegler, Hade Schmitz (m. v. l.), Karsten Kohlhaas, Matthias Schmidt, Holger Lidolt, Andreas Thiel, Christopher Klemme, Dieter Springel, Klaus Dyllong (v.l.)

DHC Rheinland

Das beste Team aller Zeiten

Noch eine Woche, dann endet mit dem Heimspiel gegen die SG Bietigheim die Geschichte des Dormagener Bundesliga-Handballs. In einer Serie erinnert die NGZ an herausragende Ereignisse aus dieser Zeit VON Volker Koch  mehr