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Tennis: Mannheim hat die besten Karten

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 27.07.2010 - 12:18

Der Doppelspieltag am vergangenen Wochenende hat die Karten im Kampf um den Meistertitel in der Tennis-Bundesliga völlig neu gemischt. Drei Spieltage vor Schluss ist plötzlich der TK Grün-Weiss Mannheim Favorit – und selbst Blau-Weiss Neuss hat Außenseiterchancen.

Hielt Blau-Weiss Neuss am Wochenende im Titelrennen: der Argentinier Maximo Gonzales.   Foto:  woi
Hielt Blau-Weiss Neuss am Wochenende im Titelrennen: der Argentinier Maximo Gonzales. Foto: woi

So schnell kann's gehen in der Tennis-Bundesliga: Ein Doppelspieltag am vergangenen Wochenende hat ausgereicht, um die Karten im Kampf um den Deutschen Mannschaftsmeistertitel völlig neu zu mischen.

Die besten besitzt nun der TK Grün-Weiss Mannheim: "Nun haben wir wirklich eine Chance", sagte Teamchef Gerald Marzenell nach den zwei Siegen, dem unerwarteten 4:2 von Freitag beim Titelverteidiger Kurhaus Lambertz Aachen und dem 5:1 zwei Tage später beim 1. FC Nürnberg. Jenen Nürnbergern, die den Wechsel an der Spitze mit ihrem 4:2-Sensationssieg über den Düsseldorfer Rochusclub überhaupt erst möglich gemacht hatten.

Doch die Düsseldorfer, die als einziger Klub auf den ersten fünf Tabellenplätzen noch nie Deutscher Meister waren, zeigten sich am Sonntag gut erholt und fügten Titelverteidiger Aachen die zweite Saisonniederlage bei, profitierten bei ihrem 4:2-Sieg aber auch davon, dass Philipp Petzschner das Spitzzeneinzel gegen Juan Ignacio Chela beim Stande von 0:3 aufgab – der Ex-Neusser, der in Wimbledon das Doppelturnier gewonnen hatte, hatte sich beim Medizinballtraining eine Kapselverletzung am Zeigefinger zugezogen. "Jetzt ist im Titelrennen wieder alles offen", freute sich Düsseldorfs Teamchef Detlev Irmler. Sein Team muss am Sonntag am Mannheimer Neckarplatt antreten, wo die Gastgeber mit einem Sieg schon eine Vorentscheidung im Titelrennen herbeiführen könnten. Schließlich sind die Grün-Weißen danach beim nach der 0:6-Niederlage gegen BW Halle weiter sieglosen Schlusslicht BW Krefeld zu Gast und erwarten am letzten Spieltag (15. August) den TC Blau-Weiss Neuss. Geben die Neusser bis dahin keinen Punkt mehr ab, könnte das das Endspiel um den Meistertitel werden. Allerdings stehen ihnen in den nächsten beiden Heimspielen dicke Brocken an der Jahnstraße ins Haus: Am Sonntag (11 Uhr) kommt Titelverteidiger Kurhaus Lambertz Aachen, der sich keine weitere Niederlage mehr leisten darf, eine Woche später (8. August, 11 Uhr) der Rochusclub, der mit einem Sieg in Mannheim dann wieder Tabellenführer wäre.

Info

NGZ verlost Karten

Für das nächste Heimspiel des TC Blau-Weiss Neuss am Sonntag (Beginn 11 Uhr) gegen den Deutschen Meister Kurhaus Lambertz Aachen verlost die NGZ 5 mal 2 Eintrittskarten.

Um zu gewinnen, senden Sie eine Mail an aktion@ngz-online.de. Bitte beantworten Sie die Frage: Wie oft wurde der TC Blau-Weiss Neuss Deutscher Tennis-Mannschaftsmeister?

a) 5 x b) 7x c) 10x.

Bitte geben Sie Name und Adresse an, den glücklichen Gewinnern werden die Karten per Post zugeschickt. Einsendeschluss ist Mittwoch (28. Juli) um 12 Uhr. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Vielleicht kommt aber auch alles ganz anders und BW Halle ist der lachende Dritte. Die Ostwestfalen sind am Wochenende spielfrei, müssen danach bei den dann vielleicht schon chancenlosen Aachenern und gegen Amberg antreten.

Die Tennis-Bundesliga wäre allerdings nicht die Tennis-Bundesliga, würden in der entscheidenden Phase der Meisterschaft nicht die Turnierteilnahmen ihrer Spieler den Ausgang derselbigen beeinflussen: In dieser Woche sind es die Turniere in Gstaad (mit den Neussern Marco Chiudinelli, Daniel Gimeno-Traver und Andreas Haider-Maurer), in Umag (mit Potito Starace und Paolo Lorenzi), Cordenons (Robin Haase) und Tampere (Jesse Huta-Galung), die den Teamchefs Kopfzerbrechen bereiten. Und je näher die am 30. August beginnenden US-Open rücken, desto mehr Profis dürfte es über großen Teich zu den Turnieren in Washington, Toronto, Cincinnati und New Haven ziehen. Doch spannend bleibt es so oder so.

Quelle: NGZ

 
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