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Lokalsport: Mini-WM steigt in Glehn

VON BERND SCHWICKERATH - zuletzt aktualisiert: 26.03.2010 - 21:35

Am 26. Juni spielen die Schüler der Gemeinschaftsgrundschule Glehn die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 nach. Zur Auslosung der Mannschaften kamen über 500 Schüler und Eltern in die Aula und feierten schon mal vorab.

Ex-Profi Markus Wedau und Glücksfee Celine Meffert haben der sechsjährigen Louisa und ihrer ersten Klasse soeben Griechenland zugelost. Im Hintergrund warten die rund 250 Schüler schon auf das nächste Los.   Foto:  L. Berns
Ex-Profi Markus Wedau und Glücksfee Celine Meffert haben der sechsjährigen Louisa und ihrer ersten Klasse soeben Griechenland zugelost. Im Hintergrund warten die rund 250 Schüler schon auf das nächste Los. Foto: L. Berns

Zurückhaltend, fast schon verschüchtert wegen des großen Jubels betritt die sechsjährige Louisa die Bühne der Aula der Gemeinschaftsgrundschule Glehn (GGS). Luisa und ihr Mädchen-Team der ersten Klasse haben soeben Griechenland von Glücksfee Celine Meffert zugelost bekommen. Höflich bedankt sie sich bei Ex-Fußballprofi Marcus Wedau, der ihr den Schnellhefter mit Informationen über Land, (Fußball-)Kultur und Leute überreicht, und verschwindet dann unter ihren jubelnden Klassenkameradinnen in der Menge.

Ab jetzt beginnt die heiße Phase der Vorbereitung. Denn Louisa und ihr Team werden bei der "Glehner Fußballweltmeisterschaft 2010" am 26. Juni im Sportpark Glehn die Griechen vertreten. Bis dahin werden nicht nur Technik und Taktik trainiert, die Kinder lernen "ihr" jeweiliges Land kennen, kochen landestypisches Essen, malen Fahnen und Trikots. Bereits zur Fußball-EM 2008 gab es das Projekt der GGS in Kooperation mit dem SV Glehn.Auch vor zwei Jahren wurden den einzelnen Klassen die teilnehmenden Nationalteams zugelost. 

Info

So viele machen mit

Bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika treffen die 32 besten Fußballnationen aufeinander. Ganz so viele werden es im Juni in Glehn nicht sein. 14 Teams spielen bei den Jungs mit, zehn sind es bei den Mädchen. "Wir haben das dieses Mal getrennt, damit die Mädchen nicht nur auf der Bank sitzen und mehr mitspielen", erklärt Schulleiter Markus Birkmann. Über 500 Kinder hatten sich zum Turnier angemeldet.

Am Finaltag der EM wurde dann ein eigenes Turnier in Glehn ausgespielt, dieses Mal geht es am ersten Tag der K.o.-Phase der WM über die Bühne. "Es macht halt unheimlich viel Spaß, so zu tun, als ob", sagt Thomas Fuchs vom Förderverein der GGS, der als Vater der Idee gilt.

Bei der WM-Auftaktveranstaltung stand zwar zunächst nur die Auslosung an, die Begeisterung der rund 250 Kinder und ihrer Eltern war aber schon grenzenlos. Egal, welches Land aufgerufen, egal, welche Klasse ausgelost wurde, Jubel und Freudensprünge folgten. Den größten Geräuschpegel begleitet allerdings nicht das deutsche Team, Argentinien ist die klare Nummer eins. Alle wollen Messi sein, alle für Maradona spielen.

Sichtlich zufrieden waren auch Wedau und Profi-Spielerberater Djuro Ivanisevic, die als Stargäste geladen waren und für den einzig ruhigen Moment des Abends sorgten, als sie erklärten, wie man es in die Bundesliga schafft. "Ihr müsst Spaß haben, aber auch mehr machen als die anderen", erklärt Wedau. Um die Spannung hochzuhalten, unterbricht Schulpflegschaftsvorsitzende Birgit Krapp, die gekonnt durch den Abend führte, immer wieder die Auslosung und bittet neue Interviewpartner auf die Bühne.

Neben Wedau, Ivanisevic und Fuchs stellen sich auch Markus Drillges und Norbert Jurczyk vom SV Glehn und die Lehrer Ina Sackenheim und Michael Gerhards vor. Den meisten Spaß an den Pausen haben die Schüler aber während der Vorführung von kurzen Fußballvideos. Oder wenn Moderatorin Krapp mit Eltern und Kindern schon mal Schlachtrufe übt. "WM 2010", rufen die Eltern, "in Glehn", antworten die Schüler in dreifacher Lautstärke. Am Ende schwappt sogar La Ola durch die Aula. Die WM kann kommen.

Quelle: NGZ


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