Als einzige Mannschaft verzichtet NEW Energie Grevenbroich in dieser Spielzeit komplett auf Profis aus Übersee. In der starken Regionalliga peilt Trainer Heimo Förster mit seinem jungen Team einen Platz im Mittelfeld an.
Mit dem Heimspiel am Samstag (19 Uhr, Sporthalle Gustorf) gegen den Aufsteiger TV Werne BB beginnt für die Elephants Grevenbroich eine neue Zeitrechnung. Zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt geht der Basketball-Regionalligist ohne professionelle Hilfe aus dem Ausland an den Start – als einziges Team der Liga.
"Wir haben den Mut und das Vertrauen, einen anderen Weg zu gehen", sagt Trainer Heimo Förster, der sich und den Verein freilich keineswegs als Messias sieht. Nach dem aus finanziellen Gründen ausgeschlagenen Aufstieg in die Zweite Bundesliga (Pro B) setzt der Klub nun konsequent auf die deutsche Karte, unabhängig davon, ob sich die Konkurrenz an die Vereinbarung hält, sich auf zwei ausländische Akteure zu beschränken. "Von diesem Gentlemen's Agreement halte ich sowieso nichts", gibt Förster zu, "ich bin mir sicher, dass die Hälfte der Liga am Ende eh mit drei Amis antritt". Gänzlich ausschließen will allerdings auch er den Rückgriff auf Importe aus den USA nicht. "Das wäre ja fahrlässig. Man muss schon reagieren, etwa auf Verletzungen. Da müssen wir unseren Jungs natürlich helfen."
Ausländerregelung
Da die vom Bundestag des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) beschlossene Begrenzung auf zwei ausländische Spieler pro Team gegen geltendes EU-Recht verstößt, haben sich die Vereine der Regionalliga darauf verständigt, sich freiwillig daran zu halten.
In seiner Mannschaft ist Götz Twiehoff mit 25 Jahren schon der älteste Spieler. Er gehörte genauso wie Andreas Fabian (23), Alexander Schreiber (23), Hendrik Bellscheidt (20) und Marvin Kruchen (20) zum Kader, der im Vorjahr Platz zwei belegt hatte. Die Abgänge der Amerikaner Brian Graves und Chris Cayole sowie von Sasa Zivanovic, Timo Verwimp, Lucas Welling und Anday Ergen haben die Elephants mit jungen deutschen Kräften beantwortet: Um den Aufbau kümmern sich Goran Stojanovic (20) und Michael Hoga (21), an den Brettern soll der ebenfalls aus Leverkusen gekommene Lennard Jördell (19) aufräumen. Aus Hilden zurückgekehrt ist Bastian Becker (21). Förster: "Mit diesen jungen Leuten werden wir viel Spaß haben, aber auch traurige Momente erleben."
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