Deutsche Hockeymeisterschaft: Über 1000 Karten verkauft: Dürkheim erster Anwärter auf den Titel
zuletzt aktualisiert: 11.02.2003 - 21:07Deutsche Hockeymeisterschaft: Über 1000 Karten verkauft (NGZ) Die Einschätzungen fallen unterschiedlich aus: Dr. Lutz Nordmann könnte sich ein Endspiel um den 42. Titel eines Deutschen Hallenhockey-Meisters zwischen Dürkheimer HC und Münchner SC durchaus vorstellen. "Dürkheim ist unheimlich routiniert, München so etwas wie der Geheimfavorit", sagt der Sportdirektor des Deutschen Hockey-Bundes. "Ein Finale zwischen Neuss und Gladbach wäre aus unserer Sicht natürlich das Beste", meint Dirk Schröter, Projektleiter Sportveranstaltungen bei der Düsseldorf Rhein-Ruhr 2012 GmbH. Könnten im Finale oder im Spiel um Platz drei der Hockey-DM erneut aufeinandertreffen: Der HTC SW Neuss mit Patric Lunau-Mierke und der Gladbacher HTC mit Stefan Menke und Uli Klaus (von rechts). NGZ-Foto: Jazyk
Egal, welche von den vier Mannschaften am Sonntag um 13.30 Uhr im Endspiel stehen, sie dürfen sich auf eine gut gefüllte Bonner Hardtberghalle freuen. "Wir rechnen mit mindestens 2500 Zuschauern, 3500 passen 'rein", erklärte Knut Kirchhoff, Sportwart des Bonner THV, dem im Jahr seines einhundertjährigen Bestehens die Ausrichtung der Endrunde am Samstag und Sonntag übertragen wurde, auf der Pressekonferenz am Dienstag im BHTV-Klubhaus unweit der ehemaligen Regierungsmeile. Sein Optimismus wird genährt von der Tatsache, dass bis Dienstag Mittag bereits über tausend Karten zum Preis von 25 Euro (Dauerkarte) und 17 Euro (Tageskarte, ermäßigt entsprechend 17 und 10 Euro) vorbestellt oder verkauft waren.
Davon eine Menge nach Neuss: "Die Neusser haben eben angerufen und neue Karten bestellt, weil ihr Kontingent schon weg ist", wusste der für die Pressearbeit bei der Endrunde zuständige Hubertus von Pfeil zu berichten. Schwarz-Weiß setzt eigens zwei Fanbusse ein, die am Samstag um 12 Uhr und am Sonntag um 9.30 Uhr vom Parkplatz der Stadionhalle abfahren, Anmeldungen nehmen das Klubsekretariat (Telefon 02131/83523, Fax 85265, e-mail hockey@hockey-neuss.de) oder HTC-Vorsitzende Astrid Paul (Telefon 02131/531600, Fax 5316066) entgegen.
Wer seine Karten direkt in Bonn bestellen möchte, kann dies bei der BTHV-Geschäftsstelle (Telefon 0228/238529, Fax 232804) tun. Die Tageskassen der Hardtberghalle - von Neuss am besten zu erreichen über A 57 bis Kreuz Köln-Nord, A 1 Richtung Koblenz bis Kreuz Köln-West, A 4 Richtung Olpe bis Kreuz Köln-Süd, dort auf die A 555 bis Kreuz Bonn-Nord, dort auf die A 565 Richtung Koblenz bis Ausfahrt Hardtberg, von dort der Beschilderung folgen - öffnen am Samstag um 11, am Sonntag um 9 Uhr.
Nicht nur die Neusser setzen Fanbusse ein, auch "München hat zwei Busse mit jeweils 50 bis 60 Personen angekündigt", weiß Knut Kirchhoff. Kein Wunder eigentlich, "schließlich ist so eine Endrunde ein absolutes Highlight im Hockey-Bereich", findet DHB-Sportdirektor Lutz Nordmann. Vor allem eine Woche nach den ersten Hallen-Weltmeisterschaften, die Deutschland die Titel bei Männern und Frauen bescherten. "Daran müssen wir anknüpfen, um Hockey stärker als Event "rüberzubringen", sagt Nordmann, der den "Spitzensport nutzen" will, "um in der Breite zu wachsen."
Sportlich sieht der DHB-Sportdirektor den Ausgang der Endrunde als "sehr, sehr enge Sache an." Dürkheim hält er aufgrund seiner Routine, verkörpert durch die aktuellen Hallen-Weltmeister Steffen Erlenwein im Tor und Christian Mayerhöfer im Sturm, für leicht favorisiert. München, wo mit dem aus Neuss stammenden Christoph Eimer ebenfalls ein Weltmeister im Aufgebot steht, stuft er als "Geheimfavorit" ein, auch, weil der MSC seinen "bisherigen Schwachpunkt" zwischen den Torpfosten durch den Zugang des Kölners Max Weinhold behoben habe.
"Zu Gladbach mit seinen Routiniers Florian Kunz und Micky Hilgers braucht man eigentlich gar nichts sagen", findet Nordmann. Der HTC Schwarz-Weiß wird von allen eher als Außenseiter gesehen, "ein Plus für Neuss könnte aber die Zuschauerunterstützung sein", meint Hubertus von Pfeil. Und Nordmann ist sicher, "dass die Neusser sich um Hemd und Hose spielen" werden.
Ein Finale Dürkheim gegen München hat es bereits zwei Mal gegeben: 1998 und '99 gewann Dürkheim mit 7:4 und 11:7. Außerdem holten die Dürkheimer 1997 und 2000 den Titel, waren '92,'93 und '94 sowie 2001 Vizemeister, da unterlagen sie RW München mit 4:7 nach Verlängerung. Gladbach war drei mal Hallenmeister, 1966, '67 und '88, der Münchner SC '98 und '99 Vizemeister - nur Neuss ist zum ersten Mal bei einer Endrunde dabei. Volker Koch


















