Lokalsport: Start-Ziel-Sieg geht nach Polen
Lokalsport (NGZ) Der 23-jährige Marcin Chabowski gewann den Lauf der Asse beim 17. Neukirchener Energie-Cross ebenso souverän wie Barbara Maveau die Damen-Konkurrenz. Spaß hatten auch die Hockey-Damen des HTC SW Neuss.
Neukirchen Als er auf den letzten Metern war, hatte er nur noch ein Ziel. Der Sieg beim Lauf der Asse des 17. Neukirchener Energie-Crosslaufs über 8,5 Kilometer war Marcin Chabowski schon lange sicher. Doch der polnische Meister über 10 000 Meter wollte noch einen draufsetzen und einen Konkurrenten überrunden. So setzte er trotz seines 150-Meter-Vorsprungs auf Musa Roba-Kinkal (TV Wattenscheid) zu einem letzten Sprint an und überholte den Niederländer Kees Helmond fünf Meter vor der Ziellinie. Kurze Zeit später ließ er sich dafür von seinen ebenfalls erfolgreichen Teamkollegen Radoslaw Poplaski (3.) und Radoslaw Gardzielewski (4.) feiern.
Auch Organisator Adi Rosenbaum gratulierte artig und gab zu Protokoll: "Wenn die Polen den Weg schon auf sich nehmen, kommen sie auch mit Topläufern. Und das war eine Demonstration." Der Sieger selbst nahm es mit einer Mischung aus Selbstbewusstsein und Gelassenheit: "Ich habe mich von Anfang an stark gefühlt und wusste, dass ich gewinne." Klingt arrogant, doch wer das Rennen des 23-Jährigen gesehen hatte, wusste, dass das Verhältnis zwischen Anspruch und Wirklichkeit im Lot war. Schon auf der ersten der fünf 1,7-Kilometer-Runden über den zwar "tiefen, aber ausgezeichneten Boden", wie Matthias Reick, Vizepräsident beim Deutschen Leichtathletikverband, erfreut feststellte, setzte sich der Pole mit Roba-Kinkal ab.
Zwei Runden später hatte er auch den Wattenscheider abgehängt. 27:05 Minuten nach dem Startschuss war das Rennen dann auch schon vorbei. "Das ist europäische Spitze", war sich Rosenbaum sicher. In der Tat war Chabowski damit rund 1:40 Minuten schneller als Steffen Uliczka im Jahr zuvor. Da konnte Rosenbaum auch den 34. Platz seines norwegischen Schützlings Tommy Laitinen verschmerzen: "Tommy war krank und steigert sich von Woche zu Woche. Aber bei diesem Spitzenfeld war er chancenlos."
Chancenlos war auch die Konkurrenz der Belgierin Barbara Maveau, die ihren Vorjahressieg über 5,1 Kilometer souverän verteidigte. Von Beginn an führte die 22-Jährige das Feld an und hatte nach zwei Runden bereits einen Vorsprung von rund 100 Metern. Im Ziel (18:23 Minuten) war sie dann überglücklich: "Ich habe erst im Januar nach drei Monaten leichtem Training wieder richtig anfangen können und dazu seit Wochen Uni-Stress. Aber ich habe mir das Rennen gut eingeteilt. Das war der Schlüssel."
Glücklich waren auch die Hockey-Damen von Schwarz-Weiss Neuss, die mit sechs Spielerinnen beim Volkscross am Start waren und in Leonie Geyer und Charlotte Steins sogar zwei Plätze unter den ersten Zehn ergattern konnten. Zwar sei "das eigentlich nicht unser Boden, Spaß gemacht hat es trotzdem", sagte Luisa Steindor.











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