Nach zwei Spieltagen der Hallenhockey-Bundesliga waren sie das Maß aller Dinge: die Damen des HTC Schwarz-Weiß Neuss. Mit zwei Siegen und 22:4-Toren standen die Schützlinge von Markus Lonnes ganz oben in der Tabelle.
Nach Samstag ist es mit dieser Herrlichkeit nun erst einmal vorbei. Denn beim Liganeuling Düsseldorfer HC unterlagen die Neusserinnen mit 1:2 (Halbzeit 0:1) und mussten somit den Platz an der Sonne an den Aufsteiger abtreten.
Dabei hätte die Erfolgsgeschichte für die Schwarz-Weißen auch ohne Weiteres eine Fortsetzung finden können. Denn in einem sehr offensiv geführten Spiel erarbeitete sich der HTC zahlreiche Torchancen - die er allerdings bis auf einmal alle ungenutzt ließ - und vergab zudem in der 20. Minute einen Siebenmeter.
Gescheitert sind die Neusserinnen dabei allerdings zumeist nicht an ihren eigenen Fähigkeiten, sondern an der gut aufgelegten Torfrau der Gastgeberinnen. So parierte Sabine Heinzen nicht nur den Strafstoß von Luisa Steindor, sondern kassierte auch bei den elf kurzen Ecken, die dem HTC zugesprochen worden, keinen einzigen Treffer. „Das Düsseldorfer Gehäuse war heute einfach wie vernagelt“, resümierte Lonnes das Geschehen.
Aber auch Heinzens Gegenüber Yvonne Frank im Gehäuse der Neusserinnen musste sich nicht verstecken. Auch sie überzeugte mit hervorragenden Paraden und hielt damit ihr Team bis zum Ende in der Partie. Gegen den Treffer von Sabine Markert im Anschluss an einer kurze Ecke in der zehnten Spielminute war sie allerdings genauso machtlos, wie beim 2:0 durch Greta Gerke in der 40.
„Wir wussten, dass es in Düsseldorf schwer wird“, befand der HTC-Coach und haderte dabei mit der schlechten Chancenverwertung. „obwohl wir zahlreiche Möglichkeiten hatten, gelingt uns nur ein Tor.“
Eines brauchen sich die Schwarz-Weißen von ihrem Trainer und den über 300 Zuschauer allerdings nicht vorwerfen zu lassen: nicht gekämpft zu haben. Denn auch nach dem 0:2-Rückstand gaben sich die Gäste aus der Quirinus-Stadt nicht auf. So blieb die Partie bis zum Ende spannend - vor allem nachdem Janne Müller-Wieland in der 50. Minute noch einmal auf 1:2 verkürzt hatte. In einer turbulenten Schlussphase wurde dem DHC das vermeintliche 3:1 nicht gegeben, im Anschluss vergab der HTC seine letzte kurze Ecke.
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