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Lokalsport: Neuss bleibt Trainingszentrale

VON KLAUS GÖNTZSCHE - zuletzt aktualisiert: 25.08.2010

Vor dem Schützenfest können die Galopper immer nur eingeschränkt trainieren. Doch Jan-Antony Vogel, Präsident des Reiter- und Rennvereins tritt Gerüchten entgegen, die Neusser Trainingszentrale stehe vor dem Aus.

Weil auf der Neusser Galopprennbahn derzeit die Vorbereitungen für das Schützenfest laufen, kann auch die Stute Shoshoni aktuell nur eingeschränkt trainieren. Eine Trainingszentrale soll es aber auch künftig in Neuss geben.   Foto:  M. Rühle/Woi
Weil auf der Neusser Galopprennbahn derzeit die Vorbereitungen für das Schützenfest laufen, kann auch die Stute Shoshoni aktuell nur eingeschränkt trainieren. Eine Trainingszentrale soll es aber auch künftig in Neuss geben. Foto: M. Rühle/Woi

Ein normales Training der Rennpferde auf dem Gelände des Rennbahnparks in Neuss ist derzeit ausgeschlossen. Traditionell beeinträchtigen die Vorbereitungen für das Schützenfest die Arbeit der Trainer. Doch in diesem Jahr ist die Situation für die Galopper besonders. Axel Kleinkorres, der die meisten Pferde im Stall hat: "Wir waren zwar im Vorfeld informiert, trotzdem gibt es für uns Probleme. Noch nie ist so früh mit den Vorbereitungen begonnen worden wie in diesem Jahr." Hinzu gesellen sich Gerüchte, die Trainingszentrale in Neuss würde ganz geschlossen.

Laut Jan-Antony Vogel, Präsident des Neusser Reiter- und Rennvereins, ist an den Gerüchten allerdings nichts dran: "Davon kann überhaupt nicht die Rede sein. Wir kennen natürlich die Probleme der Trainer. Das Schützenfest ist ein besonderer Fall. Es geht aber auch um grundsätzliche Probleme. Deshalb wird in Kürze ein Gespräch mit Herrn Rebig von Neuss Marketing stattfinden, der für die Rennbahn zuständig ist. Es geht auch um Details der Instandhaltung. Viele Dinge sind einfach nicht praktikabel." Zu den aktuellen Bedingungen auf der Bahn erklärt Axel Kleinkorres: "Es ist ausgeschlossen, mit einem Pferd eine Runde um die Bahn zu galoppieren. Es geht immer nur über kurze Strecken und dann besteht die Gefahr, dass einem plötzlich ein Pferd im Renntempo entgegenkommt. Das ist wie ein Geisterfahrer auf der Autobahn." Kleinkorres gelang mit seinen Pferden bei den Rennen in Düsseldorf kein Sieg. Sie liefen zwar gut und erreichten Platzgelder, doch einen Erfolg konnte kein Neusser Pferd verbuchen. Siegreich blieb lediglich die Ponystute Montini mit dem elfjährigen Trainersohn Robin Weber bei zwei Rennen innerhalb von drei Tagen beim Ostsee-Meeting in Bad Doberan. Dabei musste sie beim ersten Start sogar eine Zulage aufholen, damit eine Chancengleichheit gegenüber der langsamen Konkurrenz und mehr Reiz beim Wetten hergestellt wurde.

Info

Neusser Renntermine

Am 7. November wird in Krefeld mit dem Herzog von Ratibor-Rennen das letzte Grasbahn-Rennen in NRW gelaufen. Die Wintersaison beginnt am 14. November in Neuss mit weiteren Renntagen am 28. November, 12. Dezember, 26. Dezember und dem Silvester-Renntag am 31. Dezember. An den anderen Sonntagen veranstaltet Dortmund. Für 2011 gibt es noch keine endgültige Planung.

Probleme plagen auch den Gastronomen auf der Bahn. Das Konzept des Restaurants mit "gehobener Küche" wird nicht angenommen und soll, so Geschäftsführer Markus von Werden, in Kürze auf niederrheinische Schlichtheit und Bürgerlichkeit umgestellt werden. Die Veranstaltungen allerdings haben sich, so von Werden, positiv entwickelt. Bei der Vorstandssitzung des Reiter- und Rennvereins wurde auch über die Besetzung des Geschäftsführerpostens beraten. Bernd Koenemann scheidet nach zehn Jahren Ende Oktober aus und die Saison beginnt am 14. November. Präsident Vogel: "Wir streben eine Übergangslösung an. Es soll möglichst wieder eine Doppelbesetzung mit Düsseldorf geben. Dort ist allerdings auch noch keine Entscheidung gefallen." Koenemann ist ein Posten im Neusser Vorstand angeboten worden.

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Weil auf der Neusser Galopprennbahn derzeit die Vorbereitungen für das Schützenfest laufen, kann auch die Stute Shoshoni aktuell nur eingeschränkt trainieren. Eine Trainingszentrale soll es aber auch künftig in Neuss geben. Foto: M. Rühle/Woi
Quelle: NGZ


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