(-vk) So ausgiebig wie früher, als Elu Hansmann eigens ein Festzelt auf dem Parkplatz an der Jahnstraße aufstellen ließ, die zehn Deutschen Meistertitel feierte der TC Blau-Weiss Neuss am Sonntagabend die siebte Vizemeisterschaft seiner sechzigjährigen Vereinsgeschichte nicht: „Aber es war schon ganz lustig“, sagt Team-Manager Marc Raffel, der trotzdem am Montag in der Lage war, im Gespräch mit NGZ-Redakteur Volker Koch ein Fazit unter die abgelaufene Bundesliga-Saison zu ziehen.
Herr Raffel, wie fällt Ihr Fazit unter die Bundesliga-Saison aus Sicht des TC Blau-Weiss Neuss aus?
Marc Raffel Unser Fazit kann ja nur positiv ausfallen. Mit diesem Erfolg hatte wirklich keiner gerechnet, nicht einmal insgeheim. Für mich waren Halle, Düsseldorf, Aachen und Mannheim die Favoriten, und damit habe ich ja nicht so ganz falsch gelegen. Uns habe ich dahinter so auf Rang fünf gesehen.
Jetzt ist Platz zwei daraus geworden. Wo liegen für Sie die Gründe?
Raffel Wir hatten nur Spieler, die sich mit Blau-Weiss Neuss identifiziert haben. Wenn das der Fall ist, dann spielen sie auch gut. Seit wir uns dazu entschlossen haben, verstärkt auf deutsche Spieler zu setzen, geht der Weg nach oben, und diesen Weg wollen wir weitergehen.
Macht die Deutsche Vizemeisterschaft Ihnen die Arbeit leichter?
Raffel Ich hoffe, dass sich das positiv auf das Image auswirkt, und das nicht nur, was das Bundesliga-Team angeht. Mit der Vizemeisterschaft haben wir gezeigt, dass Neuss ein Tennis-Standort in Deutschland ist. Keineswegs nur ein Bundesliga-Standort, sondern auch einer für den Unterbau. In Sachen Talentförderung sind wir auf einem guten Weg, haben aber auch noch viel Arbeit vor uns.
Mit dem Ziel, dass demnächst im Team neben Bayrisch auch Nüsser Platt gesprochen wird.
Raffel Zumindestens Rheinisch - das sollte unser Ziel sein.
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