kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
Kommentare ()

Handball: NHV verliert das Spitzenduell

VON VOLKER KOCH - zuletzt aktualisiert: 06.02.2012

Handball (NGZ). Obwohl Gästetrainer Hubert Krouss schon nach 184 Sekunden eine Auszeit nahm, triumphierte im Spitzenspiel der Handball-Oberliga gestern Nachmittag in der ausverkauften Hammfeldhalle Adler Königshof mit 35:28. Gastgeber Neusser HV hatte am Ende zu wenig zuzusetzen

Da sah es noch gut aus für den Neusser HV in der ausverkauften Hammfeldhalle gestern Nachmittag: Philip Schneider taucht vollkommen frei vor Königshof-Keeper Malte Jäger auf. Nach drei Minuten führten die Gastgeber mit 4:0, nach deren sechzig triumphierten die Adler mit 35:28.  Foto:  A, Woitschützke
Da sah es noch gut aus für den Neusser HV in der ausverkauften Hammfeldhalle gestern Nachmittag: Philip Schneider taucht vollkommen frei vor Königshof-Keeper Malte Jäger auf. Nach drei Minuten führten die Gastgeber mit 4:0, nach deren sechzig triumphierten die Adler mit 35:28. Foto: A, Woitschützke

Handballspiele dauern auch in der Oberliga 60 Minuten. Wenn ein Trainer schon nach deren drei (plus vier Sekunden) eine Auszeit nimmt, muss er gewichtige Gründe besitzen.

Hubert Krouss hatte sie gestern Nachmittag in der mit gut 900 Zuschauern ausverkauften Hammfeldhalle. Denn nach besagten 184 Sekunden lagen seine Schützlinge von der DJK Adler Königshof im Spitzenduell beim Neusser HV mit 0:4 im Hintertreffen. "Da hatte ich wirklich Angst, die spülen uns hier aus der Halle", bekannte Krouss nach dem Schlusspfiff, bevor er sich ins Bad der jubelnden Gästefans begab.

Denn weil sie in den folgenden 56 Minuten und 55 Sekunden cleverer, abgebrühter und abgeklärter waren, weil sie zudem im Ex-Korschenbroicher Fabian Bednarzik einen überragenden Mann im Rückraum und in Malte Jäger den besseren Mann zwischen den Torpfosten hatten, setzten sich die Krefelder mit 35:28 (Halbzeit 15:12) durch und sich selbst erst einmal an der Tabellenspitze fest.

Info

Nächstes Spitzenspiel

Am Samstag (18.30 Uhr, Konrad-Adenauer-Gymnasium) wartet das nächste Spitzenspiel auf den Neusser HV.

Gastgeber SG Langenfeld liegt mit 26:10 Punkten nur zwei Minuspunkte hinter den Neussern.

Durchaus verdient, wie René Witte zugab: "Die sind einfach besser besetzt", meinte der NHV-Trainer angesichts der vierten Niederlage, seit er in der Hammfeldhalle die Zügel in der Hand hält, "der Sieg geht in Ordnung, ist aber ein paar Tore zu hoch." Die fielen in einer hektischen Schlussphase, in der die Gäste zeitweise nur noch mit zwei Feldspielern (!) auf dem Parkett standen, weil bei den müden Neussern alle Dämme brachen.

Und genau das meint Witte, wenn er von der "besseren Besetzung" des Aufstiegsaspiranten spricht: Während Kollege Krouss in der Schlussphase in den Brüdern Alexander und Thorsten Spoo frische Kräfte aufs Feld schicken konnte, ohne dass ein Bruch ins Spiel der Adler kam, hatte Witte personell zu wenig zuzusetzen. Allein Max Murawski brachte zeitweise etwas Entlastung für Kim Neuenhofen, wogegen Jens Todtenhöfer und Andreas Mailänder in Angriff wie Abwehr durchspielen mussten. Die Folge: Sie wurden zusehends müder, was sich in einem halben Dutzend Fehlwürfen vor allem von Andreas Mailänder niederschlug. Krouss hingegen konnte es sich von Beginn an erlauben, seinen besten Schützen Fabian Bednarzik von kräftezehrender Abwehrarbeit zu befreien, was der Halblinke mit 11/3 Treffern dankte.

Trotz des Sieges ist der ehemalige NHV-Trainer noch nicht davon überzeugt, dass der Titelkampf am Niederrhein gelaufen ist: "Die oberen fünf Teams spielen alle noch gegeneinander. Und was die Neusser bisher geleistet haben, ist sensationell", bescheinigt Krouss seinen ehemaligen Schützlingen.

Die das Spitzenduell schon frühzeitig hätten entscheiden können, denn statt 4:0 hätte es nach dreieinhalb Minuten auch 6:0 heißen können. "Und ob wir dann noch mal zurückgekommen wären, weiß ich nicht", meinte selbst Krouss.

Quelle: NGZ


Die Neuß-Grevenbroicher Zeitung lohnt sich Tag für Tag - jetzt testen.

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

AUS DER NACHBARSCHAFT
MEHR
Beim Meisterschaftssieg der Kapellener in Baumberg hatten Stefan Dresen (r.) und Berkant Jumerovski die gegnerischen Angreifer im Griff.

Fußball

SC Kapellen muss im Pokal ran

Im ersten Pflichtspiel des Jahres empfängt Fußball-Niederrheinligist SC Kapellen morgen im Erftstadion die SF Baumberg. Der Gewinner darf auf ein Heimspiel gegen den von Mario Basler trainierten Drittligisten RW Oberhausen hoffen. VON David Beineke  mehr

 
korschenbroich,nachrichten,KOR1 BU,120215

Handball

TVK geht freiwillig in die 3. Liga

Mittwoch teilte der TV Korschenbroich mit, dass er seinen Antrag auf eine Lizenz für die 2. Handball-Bundesliga zurückzieht. Die aktuelle Saison spielt er zwar zu Ende, steht aber unabhängig vom Verlauf als Absteiger fest. VON David Beineke  mehr

 
 
 
 
 
MEHR DHC RHEINLAND
TSV 1992/93: Jörg Scheuermann, Joachim Sproß, Michael Klemm, Maik Handschke, Norbert Nowak (o. v. l.), Manager Werner Nowak, Betreuer Herbert Genzer, Physio Dirk Stroda, Christian Fitzek, Robert Andersson, Michael Biegler, Hade Schmitz (m. v. l.), Karsten Kohlhaas, Matthias Schmidt, Holger Lidolt, Andreas Thiel, Christopher Klemme, Dieter Springel, Klaus Dyllong (v.l.)

DHC Rheinland

Das beste Team aller Zeiten

Noch eine Woche, dann endet mit dem Heimspiel gegen die SG Bietigheim die Geschichte des Dormagener Bundesliga-Handballs. In einer Serie erinnert die NGZ an herausragende Ereignisse aus dieser Zeit VON Volker Koch  mehr