Sport ist ein schnelllebiges Geschäft. Wer Sportveranstaltungen organisiert, weiß, dass er meist improvisieren muss und bis kurz vor dem Startschuss vor Überraschungen nicht gefeit ist. Meist sind es Absagen, die Veranstaltern und Organisatoren in den letzten Stunden vor einem „event“ Kummer bereiten.
Das Gegenteil ist beim NGZ-Sport-Samstag der Fall. Die Liste der prominenten Teilnehmer, angeführt von der zweifachen Olympiasiegerin im Weitsprung, Heike Drechsler, ist ganz aktuell noch um ein paar Namen länger geworden.
Da ist zum einen Tomas Tenconi, Tennisprofi in Diensten des TC Blau-Weiss Neuss. Der 25 Jahre alte Italiener mit Geburtsort Buenos Aires wird Sonntag in der Bundesliga-Partie der Blau-Weissen gegen Kurhaus Lambertz Aachen voraussichtlich an Position drei auflaufen.
Im vergangenen Jahr gehörte Tenconi zu den Spitzenspielern der Neusser, stand damals auf Platz 141 der Weltrangliste. Verletzungen und Formkrisen haben ihn mittlerweile bis auf Rang 544 abrutschen lassen, doch zuletzt zeigte der sympathische Italiener wieder ansteigende Form.
Tenconi wird Samstag ab 16.30 Uhr auf dem Quartzplatz neben der Leichtathletik-Halle zusammen mit seinen Teamkollegen Philipp Petzschner, dem Deutschen Meister von 2004, und Raphael Oezelli, dem amtierenden Verbandsmeister, ein Schautraining absolvieren.
Mit von der Partie sind auch Marc Raffel, Team-Manager des TC Blau-Weiss Neuss, Teamchef Lutz Steinhöfel und die Trainer Jochen Hierl und Dirk Pauwels. Schon ab 14 Uhr ist auf dem Platz ein Tennis-Parcours aufgebaut, der sich unter Leitung von Kreistrainer Wolfgang Ebeling und Susanne Lupp vom TC Bayer Dormagen vornehmlich an Kinder und Jugendliche wendet.
Einen Kunststoffplatz weiter baut der HTC Schwarz-Weiß Neuss unter Leitung von Jugendwartin Regine Steins einen ähnlichen Parcours in Sachen Hockey auf, hier werden am Nachmittag (die genaue Uhrzeit steht noch nicht fest) die Junioren-Nationalspieler Lina Geyer und Tim Blasberg den richtigen Umgang mit dem Hockeyschläger demonstrieren (siehe Meldung am Kopf der Seite).
Zuwachs bekommen hat auch der Stabhochsprung. Lokalmatador Björn Otto, im vergangenen Jahr mit 5,80 Meter Studenten-Weltmeister, in diesem Jahr mit 5,70 Meter Siebter der aktuellen deutschen Bestenliste, erhält Unterstützung vom zur Zeit besten deutschen Nachwuchsspringer.
Malte Mohr (TSV Bayer Leverkusen), schwang sich vor einem Monat in Lüttich über 5,71 Meter - und das fünf Tage vor seinem 20. Geburtstag. Stabhochsprung-Bundestrainer Jörn Elberding quittierte die Leistungssteigerung - Mohr hatte Anfang dieser Saison noch eine Besthöhe von 5,30 Metern zu Buche stehen - hocherfreut: „Endlich kommt Bewegung in unsere Disziplin und die Arivierten müssen sich warm anziehen.
Jetzt werden in den kommenden Jahren wohl Höhen von 5,70 Metern nicht mehr reichen, um sich für internationale Meisterschaften zu qualifizieren.“ Björn Otto nimmt die nachwachsende Konkurrenz indes gelassen: „Das macht unsere Disziplin doch erst richtig interessant.“ Wie interessant, davon können sich die Besucher des NGZ-Sport-Samstags Samstag selbst ein Bild machen.
Ab 15.30 Uhr ist der springerische Nachwuchs aktiv, die „Profis“ greifen ab 17 Uhr ins Geschehen ein. Der Eintritt ist wie zu allen Programmpunkten frei.
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