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Ringen: Ringen: Auf Leipold warten brisante Duelle

zuletzt aktualisiert: 17.09.2010

Der Bundestrainer hat sich angesagt, ein Fanbus der Gäste ebenso – eigentlich ist alles angerichtet für einen großen Ringerabend morgen ab 19.30 Uhr in der Neusser Stadionhalle. Zu dem will auch Gastgeber KSK Konkordia sein Scherflein beitragen, doch ausgerechnet vor der stets hart umkämpften Auseinandersetzung mit dem Dauerrivalen RWG Mömbris-Königshofen, dem ersten Bundesliga-Kampf nach der dreiwöchigen WM-Pause, gibt es zwei Fragezeichen auf Seiten der Gastgeber.

Soll sein Saisondebüt für den KSK geben: Emilyan Todorov.   Foto:  -woi
Soll sein Saisondebüt für den KSK geben: Emilyan Todorov. Foto: -woi

Den Flug verpasst

Das eine betrifft Emilyan Todorov. Der Bulgare, gerade als WM-Zehnter von der WM in Moskau zurückgekehrt, sollte eigentlich sein Saisondebüt in der Klasse bis 66 Kilogramm (griechisch-römischer Stil) geben, verpasste aber am Mittwoch sein Flugzeug. Schafft er es nicht rechtzeitig bis zum Waagetermin nach Neuss, ringt wie zum Saisonauftakt Mahmut Cavusoglu – er dürfte im gegensatz zu Todorov gegen den Deutschen Meister Bengt Trageser ohne Siegchance sein.

Das zweite Fragezeichen steht hinter Patrick Loes, der über Kniebeschwerden klagt. Dumm, denn er ist einer jener Freistilspezialisten auf beiden Seiten, wegen denen Bundestrainer Alexander Leipold nach Neuss kommt. Schließlich würde er in 84 Kilogramm auf seinen Nationalmannschaftskollegen Peter Weisenberger treffen.

Zwei weitere Auseinandersetzungen sind für Leipold von höchstem Interesse: Samet Dülger, Deutscher Meister der 2007 und 2008, trifft auf seinen "Angstgegner" Saba Bolaghi – gegen den Deutschen Vizemeister dieses Jahres (66 kg) zog er sich vor Jahresfrist seine schwere Knieverletzung zu. Und in 96 Kilogramm kommt es zum Duell zwischen William Harth und Olrik Wagner: Der Neu-Neusser drängt mit Macht zurück in den Bundeskader, aus dem er wegen Verstoß gegen die Antidoping-Meldevorschriften flog, der Mömbriser ist amtierender Deutscher Meister.

Auch andere Duelle interessant

Da verblassen die anderen Kämpfe ein wenig, obwohl es eigentlich jede Gewichtsklasse in sich hat – egal, ob Eduarnis Tellez Zamora gegen den WM-Fünften Krassimir Krastanov (55 kg), ob Sergyi Skrypka gegen Tahir Zaidov (60 kg), Max Schwindt gegen den schwedischen Meister Fisnik Zahiti (84 kg) oder Jackson Vaillant Cantero gegen den aktuellen EM-Dritten Johan Euren (120 kg).

"Gegen Mömbris ging es immer hoch her, das wird morgen nicht anders sein", mutmaßt KSK-Präsident Hermann J. Kahlenberg, der seinem Team eine "gute Außenseiterchance" einräumt, "wenn alle ringen können."

Quelle: NGZ


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