Der organisatorische Aufwand für die Deutschen Ringermeisterschaften der Junioren, die heute Abend in der Hammfeldhalle beginnen, ist groß. Ausrichter KSK Konkordia Neuss freut sich deshalb über Hilfe der Nachbarklubs.
Es gibt Veranstaltungen, bei denen die Zahl der Organisatoren die der Teilnehmer um ein Mehrfaches übertrifft. Ganz so schlimm ist es bei den Deutschen Ringermeisterschaften der Junioren im griechisch-römischen Stil, die heute um 18 Uhr in der Neusser Hammfeldhalle eröffnet werden, nicht.
Doch den 132 Teilnehmern aus 16 Landesverbänden steht an den drei Kampftagen eine rund sechzigköpfige Helferbrigade gegenüber – die 21 Kampfrichter unter Leitung des Aaleners Utz Aislinger nicht eingerechnet. "Da sind auch Leute aus den Nachbarvereinen dabei", sagt Hermann J. Kahlenberg. Beim nimmermüden Präsidenten des Kraftsportklubs (KSK) Konkordia laufen erwartungsgemäß die organisatorischen Fäden der von seinem Klub ausgerichteten der Titelkämpfe zusammen. "Die letzten drei Wochen waren verdammt viel Arbeit", gibt Kahlenberg zu.
Schließlich möchte er, dass die Ringer mit unvergesslichen Eindrücken zurückkehren. "Wir haben einen guten Ruf, den wollen wir behalten", meint der KSK-Chef. Deshalb hat er für die sechs Erstplatzierten jeder Gewichtsklasse – acht an der Zahl – bei seinen Sponsoren "wirklich attraktive" Ehrenpreise besorgt, die neben den obligatorischen Medaillen und Urkunden des Deutschen Ringerbundes (DRB) bei den Siegerehrungen am Sonntag ab 13 Uhr überreicht werden.
Und statt Pokalen für die jeweils drei Erstplatzierten gibt es kleine gläserne Kunstobjekte. "Wirklich geschmackvolle", versichert Kahlenberg. Überreicht werden sie von DRB-Präsident Manfred Werner – auch "keine Selbstverständlichkeit, dass er zu einer Juniorenmeisterschaft kommt", findet der KSK-Präsident. Damit korrespondiert die Teilnehmerliste: "Da sind wirklich interessante Namen dabei", sagt Kahlenberg und nennt stellvertretend den amtierenden Junioren-Europameister Ramsin Azizsir vom ASV Hof und Junioren-Vizeweltmeister Coskun Efe (KSV Aalen).
Dagegen hält sich die Zahl der Lokalmatadoren in Grenzen: Die Gastgeber schicken Florian Luck und Orhan Cayhan ins Rennen, vom AC Ückerath treten Patrick Schendzielorz, vor zwei Jahren Vizemeister in der Klasse bis 55 Kilogramm, und Bünjamin Barmann auf die Matte. Die sie im Übrigen kennen. Weil nicht im direkten K.O.-System gerungen wird, damit jeder Teilnehmer auf mindestens zwei Kämpfe kommt, werden die Vor- und Zwischenrunden auf drei Matten gleichzeitig ausgetragen. Zwei davon hat der KSK beim Nachbarklub ausgeliehen.
Info Gekämpft wird heute ab 18 Uhr, morgen ab 9.30 Uhr, 14.30 und 18.30 Uhr. Am Sonntag geht es ab 9.30 Uhr um die Plätze fünf und drei, die Finalkämpfe beginnen um 11 Uhr. Eintrittskarten kosten je Kampfblock fünf, für die Finalkämpfe zehn Euro, Dauerkarten 25 Euro.
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