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Lokalsport: RSV trotzt Verletzungspech

VON DAVID BEINEKE - zuletzt aktualisiert: 06.07.2010

Aufgefallen Die Voltigiererinnen des RSV Grimlinghausen werden dieses Jahr von einer unheimlichen Verletzungsmisere heimgesucht. Trotzdem gab es bei den Rheinischen Meisterschaften zwei erste Plätze.

Das erfolgreiche Juniorenteam des RSV Grimlinghausen in Langenfeld: (v.l.) Trainerin Jessica Schmitz, Paula Depper, Leonie Bender, Milena Hiemann, Julia Dammer, Tamara Warzecha, Madita Schrammm und Mona Pavetic.   Foto:  A. Werhahn
Das erfolgreiche Juniorenteam des RSV Grimlinghausen in Langenfeld: (v.l.) Trainerin Jessica Schmitz, Paula Depper, Leonie Bender, Milena Hiemann, Julia Dammer, Tamara Warzecha, Madita Schrammm und Mona Pavetic. Foto: A. Werhahn

Jessica Schmitz weiß nur zu gut, wie sich Jogi Löw vor der Fußball-Weltmeisterschaft gefühlt haben muss, als ihm reihenweise wichtige Spieler mit Verletzungen ausfielen. Die Trainerin der Voltigiererinnen des RSV Grimlinghausen muss nämlich schon seit Saisonbeginn improvisieren, weil immer wieder neue Hiobsbotschaften über Verletzungen bei Mensch und Tier über sie hereinbrachen. Doch der RSV hat sich von der Verletzungsmisere nicht unterkriegen lassen. Am Wochenende gab es bei den Rheinischen Meisterschaften immerhin zwei Goldmedaillen, und zwei Mädchen haben sogar noch die Chance, sich für die Weltmeisterschaft Anfang Oktober in Kentucky (USA) zu qualifizieren.

"Da zeigt sich einfach, wie wichtig es ist, so einen breiten Kader zu haben, der zudem noch über so viel Qualität verfügt. Darauf haben wir lange hingearbeitet", schwärmt Jessica Schmitz. Auf eine Nervenprobe wie in der laufenden Saison hätte sie allerdings liebend gerne verzichtet. Los ging's mit Mark Phillip Götting, der wegen einer Knieverletzung erst drei Wochen vor der entscheidenden WM-Qualifikation ins Training der A-Gruppe einteigen konnte. Vier Tage bevor es dann ernst wurde, meldete sich Pauline Riedl mit Pfeifferschem Drüsenfieber krank. Mit dem Ergebnis, dass aus der angepeilten WM-Teilnahme nichts wurde. Als Riedl wieder auf dem Damm war, begann die Vorbereitung auf die nächsten Großereignisse, doch dann schlug das Verletzungspech erneut zu. Riedl brach sich im Training ein Sprunggelenk, so dass für sie die Saison beendet war. Das war doppelt tragisch, weil davon auch das Juniorenteam betroffen ist, das noch weitere Probleme hat. Sina Dammer riss sich ein Kreuzband, Angelina Brähler brach sich ein Handgelenk und Pferd Lugano zog sich Ballengeschwür zu. Bei dem Sieg der Junioren in Langenfeld waren Brähler und Lugano zwar noch nicht dabei, aber immerhin besteht die Hoffnung, dass sie bis zur Deutschen Meisterschaft Mitte August wieder fit sind.

Wegen des Ausfalls von Riedl trat die A-Gruppe gar nicht erst bei den Rheinischen Meisterschaften an, vor dem CHIO am Wochenende in Aachen sollte kein Risiko mehr eingegangen werden. Denn dort steht ein außergewöhnlicher Versuch auf dem Programm. Weil auch die Voltigierer aus Köln einen schwerwiegenden Ausfall zu beklagen haben, beschlossen Jessica Schmitz und ihr Kölner Pendant Kai Vorberg, ein gemeinsames Team auf die Beine zu stellen. "Die Vorbereitungszeit war zwar sehr kurz, aber ich denke, wir haben ein ganz nettes Produkt hinbekommen", erklärt Schmitz, deren Hauptaugenmerk beim CHIO aber auf Antje Hill, Einzelsiegerin in Langenfeld, und Simone Wiegele liegt. Beide haben nämlich die Möglichkeit, das Ticket für die WM in Kentucky zu lösen.

Quelle: NGZ


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